Rechtsextremismusprävention und Geschlecht: Vielfalt_Macht_Pädagogik

Rechtsextremismusprävention und Geschlecht: Vielfalt_Macht_Pädagogik


„(R)echte Kerle“ – „natürliche Weiblichkeit“ – „Volksgemeinschaft“ - „Die Revolution beginnt im Bett“ – „deutsch und heterosexuell“– „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“.

Diese und andere Slogans und Schlagworte rechter Kampagnen bzw. Äußerungen, machen deutlich, dass extrem rechte Ideologien und Handlungsweisen oftmals stark geschlechtlich geprägt sind. Umgekehrt verstellt ein geschlechterstereotyper Blick die Wahrnehmung rechter Aktivitäten, Strategien und Dynamiken, indem beispielsweise das Engagement rechter Frauen und Mädchen unsichtbar wird oder in der Gleichsetzung von „Nazi = Mann“ männlichkeitsbezogene Hinwendungsfaktoren als selbstverständlich gesetzt werden. Hinwendung zu rechten Lebenswelten aber auch die Distanzierung von solchen Lebenswelten können viel mit geschlechtsbezogenen Versprechungen zu tun haben.

Daher ist – ergänzend zu anderen Grundsätzen der Präventionsarbeit – ein Bewusstsein rund um die Dimension Geschlecht in rechten Lebenswelten ein notwendiger Aspekt präventiver pädagogischer Ansätze. Die Abschlusstagung des dreijährigen Projektes ‚Männlichkeiten und Rechtsextremismus’ von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. stellt die an der Praxis orientierten Forschungsergebnisse zu Schnittstellen von Rechtsextremismus und Geschlechterverhältnissen vor.

Workshops
1) Geschlechterkonstruktionen in extrem rechten Jugendmedien
2) Von Männlichkeitsanforderungen und pädagogischer Praxis
3) Parteiliche Mädchenarbeit und Rechtsextremismusprävention
4) Geschlechterreflektierende Neonazismusprävention – Umgang mit diskriminierenden Äußerungen
5) Stärken und Unterstützen von Jugendlichen mit Rassismuserfahrung
6) Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen geschlechterreflektierter Arbeit mit Jugendlichen

Gesamtprogramm siehe Flyer.



Veranstalter/innen: 
Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V.
Heinrich-Böll-Stiftung
Hans-Böckler-Stiftung
Gefördert von:
Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN KOMPETENZ STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 


Weitere Informationen zur Tagung: info@vielfaltmachtschule.de


 


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
 


Fachkontakt:
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Michael Stognienko
Projektmanager Politische Bildung
D-10117 Berlin | Schumannstraße 8
T +49-(0)30-285 34 - 241 | M +49-(0)171-2073767
F +49-(0)30-285 34 - 5241
E stognienko@boell.de | www.boell.de