Schön deutsch?

Schön deutsch?

Zivilgesellschaftliche Ansätze in der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit
Creator: Kulturbüro Sachsen/ Weiterdenken/ Elias Gerling. Creative Commons LizenzvertragThis image is licensed under Creative Commons License.

Eine bundesweite Demokratietagung des Bundesverbands Mobile Beratung und des Stiftungsverbundes der Heinrich-Böll-Stiftungen.

Die Selbstaufdeckung des NSU wird sich 2016 zum fünften Mal jähren. Im Prozess gegen die vermeintlichen Haupttäter_innen werden Urteile gesprochen werden. Genügend Zeit scheint ins Land gegangen zu sein, damit nicht nur staatliche Stellen, sondern auch die Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik ihre Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Taten und aus den Ergebnissen der Untersuchungsausschüsse ziehen können.
Doch nicht nur die Aufdeckung des NSU und der damit öffentlich gewordene institutionelle Rassismus, sondern auch die Diversifizierung von Ideologien der Ungleichwertigkeit stellten und stellen zivilgesellschaftliche Ansätze vor neue Herausforderungen. Stichworte sind hier u.a. die PEGIDA-Bewegung, die Alternative für Deutschland (AfD), salonfähig gewordene rassistische oder rechtspopulistische Diskurse und die Diskussionen im Themenbereich Flucht und Asyl.
Auf der Tagung „Schön deutsch?“ sollen Expert_innen mit Praktiker_innen und der Wissenschaft über diese Fragen in Austausch treten: Wie muss sich zivilgesellschaftliche Arbeit in ausgewählten Bereichen verändern, um aus der Vergangenheit zu lernen und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein?

Eine Basis der Tagung bilden auch die Empfehlungen einer Fachkommission "Ideologien der Ungleichwertigkeit", die im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftungen 2014 bis 2016 gearbeitet hat. Die Ergbnisse finden sich auf den Seiten der Böll-Stiftung.

Panel mit Alisha B. Heinemann,  Universität Wien, Struktureller Rassismus als Analysekategorie und Ulli Jentsch, Antifaschistisches Pressearchiv & Bildungszentrum Berlin.
Vorträge von Prof. Dr. Christine Labontè-Roset, Alice Salomon-Hochschule Berlin, Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und Fritz Burschel, NSU watch.

Workshop 1
Sozialräumliche Praxis zur Durchsetzung von Menschenrechten vor Ort?
Mit Prof. Dr. Christine Labontè-Roset (ASH, Berlin) und Markus Klein (demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung/Bundesverband Mobile Beratung)

Workshop 2
Der praktische Umgang mit Rechtspopulismus und neuen Formen rechten Denkens.
Durchgeführt von Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg/Bundesverband Mobile Beratung

Workshop 3
Verstehen heißt nicht, auch einverstanden zu sein. Jugendarbeit und rechtsextreme Orientierungen.
Durchgeführt von Matthias Müller und Bianca Klose, (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin/Bundesverband Mobile Beratung)

Workshop 4
Politische Bildungsarbeit unter erschwerten Bedingungen.
Durchgeführt von Prof. Dr. Anja Besand (TU Dresden) und Sindyan Quasem (ufuq e.V. Berlin,)

Workshop 5
Bildungspolitik und Schule in der Verantwortung. Für eine nicht-diskriminierende demokratische Gesellschaft.
Durchgeführt von Meral El (Migrationsrat Berlin-Brandenburg) und Dorothea Schütze (Institut für Demokratieentwicklung, Berlin)

Workshop 6
Diversity in zivilgesellschaftlichen Organisationen
Durchgeführt von Özcan Karadeniz (Verband binationaler Familien und Partnerschaften, Leipzig)

Das ausführliche Programm mit den Informationen zum Anmeldeverfahren oben rechts im Downloadbereich.
Anmeldung unter demokratie2016@weiterdenken.de.

Veranstaltungsort:
Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden