Film und Gespräch Freitag, 30. November 2018 in
Berlin

Sergej Paradschanow: Grenzgänger zwischen Ländern, Kulturen und Systemen

Diskussion im Rahmen der Filmreihe "Sergej Paradschanow"

Sergej Paradschanow. Urheber/in: Jury Medjitow. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Fr., 30. Nov. 2018,
18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Russisch
Simultanübersetzung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Der Regisseur und bildende Künstler Sergej Paradschanow (1924–1990) ist eine der faszinierendsten Figuren des Kinos des 20. Jahrhunderts. Als Sohn armenischer Eltern in Tbilisi geboren und aufgewachsen, hat Paradschanow an der Moskauer Filmhochschule studiert und zu Sowjetzeiten in der Ukraine, in Georgien, Armenien und Aserbaidschan gearbeitet. Seine Filme sind von den Kulturen, Traditionen, Folkloren und Mythen dieser Länder durchdrungen, beeindrucken noch heute mit ihrer singulären Ausdruckskraft, Originalität sowie mit ihrer freien filmischen Form. Ab Mitte der 60er Jahre auch international als herausragender Filmemacher gefeiert, stieß Paradschanows künstlerischer Wagemut und seine kulturelle Vielstimmigkeit in der Sowjetunion zunehmend auf Ablehnung. Auf Zensureingriffe folgten Gefängnisaufenthalte und Arbeitsverbot. 

Zehn Tage lang werden im Kino Arsenal zehn Filme vom Paradschanow präsentiert. Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitet die Hommage mit einer Diskussion am 30.11.2018 im Vorfeld der Filmvorführung "Sajat Nova. Die Farbe des Granatapfels". Wir setzen uns mit dem Grenzgänger Paradschanow und seinen vielseitigen Identitäten auseinander und fragen nach, welche kulturelle und gesellschaftspolitische Bedeutung seine Kunstwerke heutzutage haben. Kunst und Leben Paradschanows entzogen und entziehen sich noch heute jeder nationalen Vereinnahmung und jedweder autoritär verordneten kulturellen, sozialen oder politischen Norm.

Mit:

  • Zaven Sargsyan, Direktor des Sergej-Paradschanow-Museums, Jerewan, Armenien
  • Theo Khatiashvili, Filmwissenschaftlerin, Tbilisi, Georgien
  • Walter Kaufmann, Referat Ost- und Südosteuropa, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Deutschland

Sprache: Russisch/Deutsch mit Übersetzung 

Programm:
18:00-19:30: Diskussion im Vorfeld der Filmvorführung "Sajat Nova. Die Farbe des Granatapfels"
20:00: Filmvorführung

Tickets: Tickets für den Film kosten 5.- bis 8.- Euro und sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellung empfohlen unter mail@arsenal-berlin.de oder (030)-269 55 100.  

Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin  

Eine Zusammenarbeit zwischen: Heinrich-Böll-Stiftung, Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. und Botschaft der Republik Armenien in Deutschland.

Information:    
Ani Matevosyan, Referat Ost- und Südosteuropa, Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
E matevosyan@boell.de 
T 030 285 34 388