Tradition, Repräsentation und Produktion – Workshop

Tradition, Repräsentation und Produktion – Workshop

Möglichkeiten feministischer Schreibweisen
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Im Rahmen der jährlich stattfindenden Leipziger Buchmesse finden eine Lesung und ein Workshop zum Thema Queeres Lesen und Schreiben von RosaLinde Leipzig und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen in den Räumlichkeiten des RosaLinde Leipzig e.V.s statt. Hierzu gehören eine Lesung und ein Workshop, die einen Raum für lsbtia* und queere Lebensrealitäten schaffen sollen und den Literaturbetrieb aus kritischer, feministischer Perspektive betrachten.

Jährlich findet die Leipziger Buchmesse mit dem Rahmenprogramm „Leipzig liest“ als eines der größten Events im Bereich Literatur in Europa statt. Das vielfältige Programm ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet für Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und der Einfluss der Messe auf den Markt ist unbestritten.

Queere Themen und Inhalte sind auf dem Büchermarkt generell unterrepräsentiert. Um so wichtiger ist es, der jungen, queeren Szene einen Raum zu bieten sowohl literarische Texte als auch queere Inhalte auf die Bühne zu bringen – um die Vielfalt des Buchmesse-Programms noch etwas bunter zu gestalten und auch um die Möglichkeit zu unterstützen, kritisch über den Literaturbetrieb und seine Produktion/Reproduktion von normativem Denken zu reflektieren.

Am 20.03.2016 findet 13:00 – 16:00 Uhr der Workshop „Tradition, Repräsentation und Produktion – Möglichkeiten feministischer Schreibweisen“ statt:
Was ist politische Literatur? Ist Literatur immer politisch? Kann Literatur überhaupt politisch sein? Welche feministischen Tradition gibt es in der Literatur?
Diesen und anderen Fragen soll am Beispiel von feministischer Literatur nachgegangen werden. Im Workshop wollen wir diskutieren, was feministische Literatur sein kann, welche Möglichkeiten feministische Literatur hat und welche Grenzen sich aufzeigen. Wie kann man Herrschaftsverhältnisse in literarischen Texten angreifen? Wie hängen Literatur und Ideologiekritik zusammen? Muss politische Literatur automatisch didaktisch und moralisch sein? Reicht es, einen Kanon und Repräsentation von Frauen und queeren Identitäten in literarischen Texten zu kritisieren? Welche Auswirkungen haben Form und Inhalt auf den politischen Gehalt eines Textes? Unter welchen Produktionsbedingung entstehen heute feministische Texte und wie kann man diese verbessern? Welche Möglichkeiten außerhalb des etablierten Literaturbetriebs gibt es, feministische Texte zu verbreiten?

Nach einem kurzen theoretischen Inputreferat sollen diese Fragen anhand von zwei literarischen Texten diskutiert werden. Menschen, die selbst schreiben, die gern lesen oder sich einfach so für das Thema interessieren sind herzlich eingeladen. Es sind kein Vorkenntnisse erforderlich.

Für den Workshop und um einschätzen zu können, wie viele sich für die open-mic Runde begeistern, bitten wir um eine unverbindliche Anmeldung unter: praktikum@rosalinde-leipzig.de

Teilnahmebeitrag nach Selbsteinschätzung.
Ort: RosaLinde Leipzig, Lange Straße 11, 04103 Leipzig

Weitere Informationen unter www.rosalinde-leipzig.de