Podiumsdiskussion Donnerstag, 15. November 2018 in
Berlin

Über die Alpen gehen. Migration und Solidarität an der franz./ital. Grenze

Datum, Uhrzeit
Do., 15. Nov. 2018,
19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Die Routen von illegalisierten Migrant*innen und Geflüchteten über die italienischen Alpen nach Frankreich verlagern sich - auch aufgrund von verstärkten Kontrollen der südlichen Grenzregion - weiter in den Norden und damit auch in höhere und gefährlichere Gegenden. Seit ca. 2017 überqueren Menschen sogar im Winter die Grenze zwischen dem italienischen Val de Susa und dem französischen Brianconnais auf 1.800 Meter Höhe. So versuchen sie, der Dublin III-Vereinbarung und den für sie hoffnungslosen Bedingungen in Italien zu entkommen.

In den zwei Tälern haben sich - wie an vielen Orten Europas - Solidaritätsstrukturen etabliert, welche die potentiell tödlichen Auswirkungen dieser restriktiven EU-Migrationspolitik zu verhindern suchen.
Welche sozialen, historischen und lokalpolitischen Bedingungen ermöglichen diese transnationale Solidaritätsarbeit?
In welchem Wechselverhältnis stehen nationale und europäische Entwicklungen zur Situation auf lokaler Ebene und wie ist umzugehen mit der Kriminalisierung von Solidarität?
Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie eine europäische Perspektive solidarischer Flüchtlings- und Migrationspolitik aussehen könnte.

Mit Davide Rostan, briser les frontières und Pastor der Waldenser Kirche in Susa, Michel Rousseau, Tous Migrants und Marie-Anne Miclot-Rousseau, Refuge solidaire, Briançon.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Babylonia e.V.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung DKLB.