Workshop Freitag, 22. Februar 2019 – Sonntag, 24. Februar 2019 /
Berlin

Umgang mit Umwelt- und Ressourcenkonflikten auf kommunaler Ebene

Datum, Uhrzeit
Fr., 22. Febr. 2019, 16.30 Uhr  –
So., 24. Febr. 2019, 13.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Die Nutzung natürlicher Ressourcen und die Konkurrenzen um knappe Ressourcen wie Frischwasser, Land und Rohstoffe steigen weltweit. Gleichzeitig nehmen damit globale Umweltprobleme wie Klimawandel und Bodendegradierung zu. Selten bis nie sind natürliche Ressourcen der einzige Grund für politische Spannungen und gewaltsame Auseinandersetzungen. Sie wirken mit vielschichtigen politischen und historischen Faktoren zusammen.

Auf der globalen Ebene wird versucht, den Veränderungen und Konflikten mit politischen Interventionen, z.B. mit Klima- und Umweltabkommen zu begegnen, auf nationaler Ebene in vielen Ländern mit Gesetzen und Regularien. Auf kommunaler Ebene ergeben sich auch viele Konflikte, oder bestehende soziale Konflikte verschärfen sich. Unter diesem Druck ist es schwieriger, z.B. bei Eingriffen von außen (durch Rohstoffabbau, großflächige industrialisierte Landwirtschaft), gemeinsam die eigenen Rechte zu vertreten. So gewinnt auch auf der lokalen Ebene der aktive Umgang mit Ressourcenkonflikten an Bedeutung.

In dem Seminar analysieren wir die verschiedenen Ebenen und die jeweils adäquaten Interventionen an Hand von Beispielen aus Peru, Sierra Leone und Deutschland. Bei den praktischen Übungen konzentrieren wir uns auf die Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene. Die Teilnehmenden lernen Konzepte des Konfliktmanagements und verschiedene Verfahrensweisen kennen, erarbeiten in praktischen Übungen mögliche Handlungsspielräume und üben sich in mediativer Kommunikation.

Seminarzeiten:
Fr. 22.2. 16.30-20.00 Uhr
Sa. 23.2. 10.00-16.30 Uhr
So. 24.2. 10.00-13.30 Uhr

Kerstin Kastenholz ist Mediatorin, Trainerin und Geographin. 6 Jahre war sie Beraterin im Zivilen Friedensdienst der GIZ in Peru und in Kambodscha, 2014-16 in der staatl. Ombudsbehörde zu sozialen- und Ressourcenkonflikten in Puno/Peru.

Juliane Westphal ist Mediatorin M.A., und Open Space Begleiterin. Seit 2001 ist sie regelmäßig Westafrika tätig. Als Trainerin arbeitet sie u.a. für die GIZ, Brot für die Welt, Uni Hannover. 2017 hat sie einen Bürgerbeteiligungsprozess in Berlin begleitet.

Finanziert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.