Urbane Gartenpolitik und die Zukunft des Schrebergartens

Urbane Gartenpolitik und die Zukunft des Schrebergartens

Die Gärten der Einigkeit in Rosenthal/Pankow bestehen seit 1916 und sind mit knapp 1000 Parzellen nicht nur eine der größten Kolonien Berlin, sondern auch ein wichtiger Teil der grünen Lungen der Stadt. Seit dem Mauerfall veränderten sich die stadtpolitischen und territorialen Balancen auf rasante Weise. Immer wieder sind die Erholungsanlagen bedroht von Verkauf, Angeboten zur Umwandlung in Eigentum (zu Preisen, die sich kein Kleingärtner jemals leisten kann). Rosenthal hat sich zum Speckgürtel des Berliner Nordens "gemausert".

Wer aber sind die Gärtner*innen und Alteingesessenen der "Einigkeit" und was sind ihre Ziele für die Zukunft im Gegensatz zu den Bau- und Verkaufsvorhaben? Wie entwickelt sich die Gartengemeinschaft strukturell in Bezug auf Bevölkerungsgruppen? Einige der Kleingärtner*innen sind fast 90 Jahre alt und bewirtschaften ihre Parzelle seit mehr als 50 Jahren, es geht ihnen gut und alles in ihrem Garten ist doppelt so groß wie in anderen. Viele "neue Gärtner*innen" dagegen stellen sich eher einen Swimmingpool hin. Wohin verschwindet das Gärtner*innenwissen dann? Gibt es auch eine "Gentrifizierung" des Schreberns?

Ort:

Datscha Radio Studio und Garten, Oreganoweg 11, 13158 Berlin-Rosenthal, Bus M21

Referenten: Stefan Gelbhaar, MdA (angefragt), Herr Jürgen Helm, ehem. Vorstand Garten-und Siedlergemeinschaft Einigkeit e.V. u.a.

Moderation: Xenia Helms, Redakteurin Datscha Radio

Im Rahmen des Radio- und Gartenkunst-Festivals Datscha Radio, 25. bis 29. August 2017

On Stream auf datscharadio.de und berlinweit zu ausgewählten Zeiten* auf UKW 88,4 MHz und in Potsdam auf 90,7 MHz.

Programmplan ab 15. August im Internet

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin