Podiumsdiskussion Mittwoch, 24. Oktober 2018 in
Dortmund

Urbane Produktion

Urbane Produktion - Chancen für eine vielfältigere Stadt?!

Datum, Uhrzeit
Mi., 24. Okt. 2018,
18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Zeichnet sich gegenwärtig eine Renaissance der urbanen Produktion ab?
In manchen Stadtquartieren entstehen neue Wirtschafts- und Arbeitsformen, Orte der Kreativwirtschaft, Manufakturen, emissionsarme Stadtfabriken. Denn es spricht sich herum: Produktion in der Stadt schafft Arbeitsplätze, häufig auch für geringer Qualifizierte, sie stärkt die Versorgung im Quartier, sorgt für kurze Wege zwischen Arbeit und Wohnen und unterstützt auch die soziale Mischung der Bevölkerung. Neue digitale Fertigungstechniken versprechen einen sparsameren Umgang mit Fläche, minimierte Transportwege und weniger Emissionen. Stadtquartiere, so eine neue Sichtweise unter Planer/innen und Macher/innen, bleiben nur dann attraktiv, wenn der Rückgang an gewerblichen Funktionen, an Versorgungsqualität und natürlich an Arbeits- und Ausbildungsplätzen aufgehalten wird.

Das war nicht immer so, und es gibt immer noch starke Tendenzen, die Produktion aus der Stadt zu verdrängen. Das liegt zum einen am lange wirksamen Planungsdogma einer funktionsgetrennten Stadt. Zum anderen wurden in den vergangenen Jahrzehnten viele Produktionsstätten an die Stadtränder (oder in Billiglohnländer) verbannt. Gründe hierfür waren steigende Bodenpreise und Mieten, gestiegene Anforderungen des Immissionsschutzes und die Flächenkonkurrenz mit vorgeblich höherwertigen und renditeträchtigeren Nutzungen wie Dienstleistung und Wohnen. Als Folge sind Handwerk, Kleingewerbe und Manufakturen nur noch selten in den gemischten Quartieren unserer Städte zu finden.

Ist es denkbar und wünschenswert, wieder mehr Produktion zurück in die Stadt zu holen? Wie ist es möglich, den Gewerbebestand zu stabilisieren und weiter zu entwickeln? Und welche Strategien und Instrumente brauchen Stadtentwicklung, kommunale Liegenschaftspolitik und Wirtschaftsförderung? Die Fragen werden bei der Veranstaltung diskutiert. Dabei werden unter anderem Ergebnisse der Publikation „Geteilte Räume – Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt“ präsentiert https://www.boell.de/de/geteilte-raeume-bericht-der-fachkommission-raeumliche-ungleichheit

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW.

Mit:
Stefan Rommelfanger, Stadtbaurat der Stadt Witten
Kerstin Meyer, Forschungsschwerpunkt Raumkapital am Institut für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen
Sophy & Henric Stönner, Lasercutmanufaktur Laserkatze, Aachen
Carola Scholz, Stadtsoziologin (SRL)/ Journalistin; Mitglied der Fachkommission „Räumliche Ungleichheit“ der Heinrich-Böll-Stiftung

Zur Anmeldung

Veranstaltungsort:
Union Gewerbehof, Huckarder Str. 12, 44147 Dortmund

Information/ Fachkontakt:
Iris Witt, Geschäftsführerin, Heinrich-Böll-Stiftung NRW, E-Mail: Iris.Witt@boell-rw.de,   
Telefon: +49(0211) 93 65 08-22

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