Diskussionsabend Mittwoch, 14. März 2018 in
Dresden

Verdrängte Perspektiven – Ein Sinto auf Spurensuche

Audiofeature und Gespräch mit Isabel Andiel (Autorin), im Rahmen des Offenen Tresen gegen Antiromaismus

Urheber/in: Isabel Andiel. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 14. März 2018, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen - Weiterdenken

Im März haben wir beim Tresen gegen Antiromaismus Isabel Andiel zu Gast. Sie ist gemeinsam mit Liska Beulshausen Autorin des Audiofeatures "Verdrängte Perspektiven – Ein Sinto auf Spurensuche".

Das Hörstück dreht sich um die persönliche Auseinandersetzung des Riesaer Sinto Charlie mit seiner Familiengeschichte und Gegenwart. Insbesondere seine Großmutter Barbara Richterova, die das Konzentrationslager Auschwitz überlebte, prägte den Protagonisten. Das Audiofeature zeichnet den Weg vom Lager Lety in Tschechien bis nach Auschwitz nach, erzählt vom Widerstand und der Suche nach der eigenen Vergangenheit und Identität. Eine erweiterte Perspektive auf die Verfolgung und Vernichtung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus wird durch Erfahrungsberichte von weiteren ZeitzeugInnen gegeben. Der Bogen zur aktuellen Situation wird durch die Alltagserlebnisse Charlies geschlossen und durch eine Vorstellung wichtiger Organisationen von Sinti und Roma ergänzt, die sich in der Gegenwart gegen Antiromaismus und für Selfempowerment engagieren.

Mit unterschiedlichen Perspektiven und Erzählsträngen involviert das Audiofeature, klärt auf und regt an neue Wege der Auseinandersetzung einzuschlagen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich mit der Autorin Isabel Andiel über das Stück auszutauschen.

ORT: kosmotique, Martin-Luther-Str. 13, 01099 Dresden