Verfolgung von Sinti und Roma

Verfolgung von Sinti und Roma

Zeitzeugin-Gespräch und Führung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die Sinti und Roma Europas gehörten im Nationalsozialismus zu den aus rassistischen Gründen verfolgten Gruppen. Als ‚Zigeuner‘ stigmatisiert wurden zwischen 200.000 und 500.000 von ihnen durch die Nazis im besetzten Europa ermordet. Die rassistische Verfolgung dieser Menschen hält bis heute an. Aktuelle Beispiele von Gewaltexzessen gegen diese Bevölkerungsgruppe sowie staatlich organisierter Diskriminierung, wie sie etwa aus Ungarn bekannt sind, verdeutlichen das Ausmaß des Antiziganismus. Auch in Deutschland haben Sinti und Roma weiterhin mit rassistischen Stereotypen und Gewalt zu kämpfen. Die Heinrich Böll Stiftung Hamburg lädt in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu einem Zeitzeugin-Gespräch mit Frieda Larsen ein. Dabei soll für die Teilnehmenden die Möglichkeit entstehen, mit einer Überlebenden des national-sozialistischen Terrors ins Gespräch zu kommen. Anhand der Lebensgeschichte Frieda Larsens kann nachvollzogen werden, welche Auswirkungen der National-sozialismus auf die Betroffenen bis heute hat. Außerdem wollen wir diskutieren, ob es gesellschaftliche Konsequenzen aus der damaligen Verfolgung gibt. Im Anschluss wird der Gesprächsinhalt durch eine thematisch fokussierte Führung über das Gelände der Gedenkstätte vertieft.

Termin: Di 22.03.2016, 11-16:30 Uhr, Treffpunkt und Abfahrt: 9:40 Uhr Hauptbahnhof Gleis 4 (S21) an der vorderen Treppe in Fahrtrichtung

Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier Weg 75, 21039 HH

Beitrag: 5 € inkl. HVV, Führung, Getränke

Mit: Frieda Larsen, Zeitzeugin

Wiebke Elias, KZ- Gedenkstätte Neuengamme

Leitung: Marcel Sebastian, Soziologe, Universität Hamburg

Um Anmeldung bis 14. März wird gebeten!

Bitte per E-Mail an info@umdenken-boell.de oder telefonisch unter 040 389 52 70