Bildungsreise Montag, 25. Juni 2018 – Freitag, 29. Juni 2018

Vogelsang Internationaler Platz

Vergangenheit intensiv erfahren, Natur erleben, weiterdenken im Nationalpark Eifel

Creator: Vogelsang IP – Roman Hövel. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mo., 25. Juni 2018, 11.00 Uhr  –
Fr., 29. Juni 2018, 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Im Nationalpark Eifel darf sich die Natur wieder frei entfalten. Inmitten der neu entstehenden Wildnis liegt die "Bildungs- und Begegnungsstätte Vogelsang Internationaler Platz (kurz IP)" ein Ort von internationaler Bedeutung und Interesse.
Die ehemalige Ordensburg Vogelsang ist - 100 Hektar groß - eine der größten Hinterlassenschaften der Nationalsozialisten. Sie wurde erbaut, um die Führungselite des NS-Regimes auszubilden (NSDAP). Deren Biografien und Bestimmung sich als "Herrenmenschen" zu begreifen ist Fokus des NS-Dokumentationszentrums Vogelsang.
Welche Ziele wurden 1930er Jahren mit und in der Ordensburg verfolgt? Welche Bilder erschaffen, welche Emotionen angesprochen? Wie kann die Faszination des Ortes und seiner Ideologie erklärt werden? Welche Erkenntnisse lassen sich für unsere Gegenwart gewinnen, in der völkisches Denken wieder öffentlich propagiert wird und Anklang findet?
Das Begehen und Erfahren von Geschichte findet jedoch nicht irgendwo statt, sondern in einer ganz besonderen Landschaft: dem Nationalpark Eifel. Ein Blick vom Adlerhof in Vogelsang genügt, um den Drang zu verspüren sich in die Natur zu bewegen. Einmal eingetaucht in die Laubwälder, artenreichen Graslandschaften und die tief eingeschnittenen Täler stellen sich Fragen nach der Idee "Nationalpark", der Geschichte der Entstehung dieses Großschutzgebietes und der konkreten Umsetzung der Schutzziele. Radtouren und Wanderungen führen Sie in diese Naturlandschaft.
Letztlich stellen wir auch die Frage nach dem Verhältnis von Naturschutz und Nationalsozialismus.
2016 wurde das Forum Vogelsang IP mitten im Nationalpark Eifel neu eröffnet. Die beiden Dauerausstellungen "Bestimmung: Herrenmensch" und "Wildnis(t)träume" nutzen Bild-, Ton, und Filmdokumente, ungewöhnliche Installationen und interaktive Elemente, um die Geschichte des Standortes und die Nationalparkidee für die Besucher*innen erlebbar zu machen.