Vom Orientalismus zum kulturellem Rassismus

Vom Orientalismus zum kulturellem Rassismus

Strategien der neuen Rechten erkennen und Gegenstrategien entwickeln

Der Diskurs des kulturellen Rassismus mit seiner besonderen Besetzung von Themen wie Islam, Zuwanderung und kulturelle Identität findet immer stärkeren Einzug in den Alltag in Deutschland und Europa mit steigender Diskriminierung vieler Menschen. Diese abermalige "Entdeckung des Orients" (Edward Said) soll im Kontext der Krise des Neoliberalismus mit fehlendem Wachstum und zunehmender gesellschaftlicher Ungleichheit betrachtet  werden.

Vor dem Hintergrund des Erstarkens des kulturellen Rassismus und den Erfolgen rechtspopulistischer Parteien widmet sich dieses Seminar folgenden Fragen: Was ist Orientalismus? Wie laufen die Verbindungslinien zwischen Orientalismus, Kolonialismus und Rassismus? Was waren anti-koloniale Diskurse und Praktiken? Was ist kultureller Rassismus, was sind seine Inhalte und Instrumente? Und schließlich: Welche Gegenstrategien, welche Denk- und Handlungsweisen formieren sich gegen den kulturellen Rassismus im Kontext der Krise des neoliberalen Projektes global und in Europa?

Seminarleitung:
Dr. Alphan Tuncer
Dr. Mehmet Gökhan Tuncer

Dr. Alphan Tuncer ist freiberuflicher Politikwissenschaftler und Dozent und sowie Mitgründer der Initiative „Zweiheimisch“. Nach dem Masterstudium „Internationale Beziehungen“ an der School of Oriental and African Studies (University of London) promovierte er an der HU Berlin über die Transformation der Türkei und ihre Außenpolitik während des Kalten Krieges. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorien der Internationalen Beziehungen (insb. Kritische Theorie), Innen- und Außenpolitik der Türkei, deutsch-türkische Beziehungen sowie die Außenpolitik der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und EU-MENA Beziehungen.

Dr. Gökhan Tuncer, promovierter Politikwissenschaftler und Dozent an der HU Berlin im „Deutsch-Türkischer Masterstudiengang für Sozialwissenschaften“. Seit über 20 Jahren  ist er neben der Arbeit mit Studierenden im universitären Kontext ehrenamtlich im Bereich der politischen Bildung gesellschaftlich engagiert.
Thematische Schwerpunkte sind u.a.: sozialer und politischer Wandel im Nahen Osten, in Nordafrika und in der Türkei, die Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung auf sogenannte Entwicklungsländer, populistische Bewegungen im Norden sowie im Süden, kritische Europastudien, Gender und Entwicklung, Demokratie- und Menschenrechtsbewegungen im Norden und Süden.

Seminarzeiten:
Samstag 10:00 - 17:30 Uhr
Sonntag 11:00 - 17:30 Uhr

Das Seminar ist kostenfrei.

Es ist teilnahmebegrenzt auf 16-22 Personen.

Anmeldung bitte unter Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.

Infos im Bildungswerk: Birgit Guth, guth@bildungswerk-boell.de

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.