Wachstumsreihe: Von einer Kultur des Besitzens zu einer Kultur des Teilens

Wachstumsreihe: Von einer Kultur des Besitzens zu einer Kultur des Teilens

Ansätze einer Sharing Economy
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In der Postwachstumsdebatte stehen sich Argumente der ökologisch motivierten Selbstbegrenzung und welche der sinkenden Bedürfnisbefriedigung spiegelbildlich gegenüber. Der einst erreichte individuelle Lebensstandard kann in freiheitlich verfassten Gesellschaften nur schwerlich zugunsten einer umweltschonenden Ökonomie administrativ begrenzt werden.

Ein Ansatz, der den Konflikt zwischen Bedürfnisbefriedigung und Ressourcenschutz fokussiert, fragt nach Potentialen einer Kultur des Teilens, einer Sharing Economy, die der individuellen Ressourceneffizienz zugutekäme und zudem das traditionelle Verständnis von Eigentum neu denkt.

Prof. Dr. Edeltraud Günther ist Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebliche Umweltökonomie. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und einem Sprachstudium an der École de Traduction et d`Interprétation der Universität Genf erfolgte eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und die Promotion am Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Universität Augsburg. Im Jahr 1993 beendete sie ihre Dissertation über Ökologieorientiertes Controlling und hat danach als Projektleiterin am Bayerischen Institut für Angewandte Umweltforschung in interdisziplinären Teams gearbeitet. Seit 1996 ist sie Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebliche Umweltökonomie, Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden und Gastprofessorin an der University of Virginia. Darüber hinaus übt Günther Gutachtertätigkeiten für das Intergovernmantal Panel on Climate Change (IPCC), für Bundes- und Landesministerien, internationale Institutionen sowie privatwirtschaftliche Korporationen aus. Ihr Engagement in der Wissenschaft fokussiert eine stärke Umweltorientierung der universitären Lehre und nicht zuletzt die Etablierung der Betrieblichen Umweltökonomie als einen eigenständigen wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt.

06. Januar 2016, 18:00 Uhr

Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Gacisstraße 28