Wärmewende für Berlin?

Wärmewende für Berlin?

Wie die deutsche Hauptstadt zur Vorreiterin europäischer Klimapolitik werden kann

Vom 30. November bis zum 11. Dezember verhandeln die vereinten Nationen in Paris bei der UN-Konferenz COP21 über ein neues Klimaabkommen. Im März dieses Jahres haben sich 26 europäische Hauptstädte öffentlich verpflichtet, bis 2030 ihre Treibhausgasemission um mindestens 40% gegenüber 1990 zu senken – darunter auch die deutsche. Berlin ist zurzeit aber noch keine wirkliche "Hauptstadt im Klimaschutz" bzw. der Energiewende.

Das liegt zum großen Teil an der derzeitigen Struktur der Wärmeversorgung Berlins. Die Wärme wird hauptsächlich fossil erzeugt (aus Gas zu 44%, aus Fernwärme zu 30%, aus Ölheizungen zu  24%). Die Fernwärme speist sich zu 90% aus fossilen Energieträgern, vornehmlich aus Stein- und Braunkohle. Auf der anderen Seite reichen Tempo und Tiefe der energetischen Gebäudemodernisierung nicht aus, um den Energiebedarf der Gebäude in relevantem Umfang zu senken. Damit verpasst die Stadt bisher auch die Chance, den Wachstumsmarkt der klimafreundlichen Technologien für die regionale Wettschöpfung zu nutzen.

"Ohne eine Wärmewende wird es keine Energiewende in Berlin geben." Das ist eines der Ergebnisse der Enquete-Kommission "Neue Energie für Berlin" des Berliner Abgeordnetenhauses, die am 12. November dem Parlament ihren Abschlussbericht vorgelegt hat

(http://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-2500.pdf) .

Wie kann also die Wärmewende in Berlin tatsächlich Realität werden? Was kann die deutsche Hauptstadt von anderen Kommunen lernen? Welches sind die wichtigen Hebel und Partner/innen zum Umbau der Wärmeproduktion? Wie kann man in der Stadt Klimaschutz als Wachstumsmotor nutzen? Welche Widerstände gilt es zu überwinden?

Auf der Veranstaltung diskutieren Politiker/innen, Energieversorger, Wirtschaft und Initiativen. Dabei fließen auch Erkenntnisse aus dem vor kurzem erschienenen Leitfaden "Wärmewende in Kommunen" der Heinrich-Böll-Stiftung ein.

Mit:

  • Michael Schäfer MdA, Sprecher für Energie- und Klimapolitik der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Mitglied der Enquete-Kommission "Neue Energie für Berlin"
  • Gunther Müller, Vorstandssprecher,  Vattenfall Europe Wärme AG, Berlin
  • Heinz Ullrich Brosziewski, Geschäftsführer beta GmbH, Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung
  • Henrik Vagt, Bereichsleiter Umwelt und Energie, IHK Berlin
  • Hans Hertle, Leiter Kommunaler Klimaschutz und Co-Autor des Leitfadens "Wärmewende in Kommunen", ifeu-Institut, Heidelberg

Moderation: Sabine Drewes, Heinrich-Böll-Stiftung
 

Anmeldung: Bitte melden Sie sich über das Online-Formular an.
 

Information:      
Solveig Bartusch
Projektbearbeiterin Kommunalpolitik und Stadtentwicklung
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail bartusch@boell.de
Telefon 030-285 34 -257

 

Fachkontakt:
Sabine Drewes
Referentin Kommunalpolitik und Stadtentwicklung
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail drewes@boell.de
Telefon 030-285 34 -249