Was kommt nach der Kohle? Probleme und Perspektiven zwischen Lausitz und der Energieregion Neiße

Was kommt nach der Kohle? Probleme und Perspektiven zwischen Lausitz und der Energieregion Neiße

Fahrradbildungsreise (WARTELISTE)

Die Oberlausitz ist nur Wenigen bekannt. Obwohl nicht weit von Berlin entfernt, gilt sie den meisten als kulturell weitgehend unerschlossenes Grenzgebiet, dessen Landschaft durch die Braunkohleförderung zermahlen ist. Hoyerswerda und Bautzen sind als Städte vielleicht ein Begriff, die allerdings zur Attraktivität der Gegend in der oberflächlichen Einschätzung vieler nicht gerade beiträgt.

Es bleibt also viel zu entdecken. Denn die Region hat Spezielles zu bieten. Hier leben ein Großteil der Sorbinnen und Sorben, eine der vier nationalen Minderheiten Deutschlands mit eigener, lebendiger Sprache und Kultur.

Überraschen kann auch die Landschaft: abseits der Braunkohletagebaue ist ein guter Teil der Oberlausitz als Biosphärenreservat eingestuft und birgt als solches besondere Schätze in Tier- und Pflanzenwelt. Und hügelig bis bergig kann es zugehen auf einzelnen Etappen – auch das vermuten die Wenigsten.

Neben reizvoller Landschaft stoßen wir auf unserer Entdeckungstour in der Begegnung mit Menschen vor Ort aber auch immer wieder auf Konfliktlinien widerstreitender Interessen: zwischen Mehrheiten und Minderheiten, zwischen Ökonomie und Umwelt, zwischen Einzelinteressen und (vermeintlichem) Gemeinwohl. Eine Entdeckungstour jenseits der üblichen Touristenpfade.

Folgende Themen stehen auf unserem Programm:

Kohletageabbau: Auswirkungen und Proteste

Tourismus nach der Kohle

Minderheiten in der Kohleregion

Grenzenlose Energiekonzepte nach der Kohle

Eine Region im Strukturwandel: Rückblick und Ausblick

Begleitet wird die Fahrt von Annette Wallentin und Mirko Seffzig.

Teilnahmegebühr: 350.- EUR bzw. ermäßigt 230.- EUR (Studenten und ALGII-EmpfängerInnen mit Nachweis)

Im Preis sind einfache Übernachtungen in Doppelzimmern und die Grundverpflegung enthalten.

Wir werden täglich zwischen 30 und 60 Km mit dem Fahrrad fahren.

Die Reise ist in Berlin als Bildungsurlaub anerkannt.