Weisse Wölfe

Weisse Wölfe

Eine grafische Reportage über rechten Terror
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Ausstellung vom 6. Juni - 4. Juli im Neuen Rathaus Gotha

Ausstellungseröffnung mit Madeleine Henfling (MdL, stellv. Parlamentarische Geschäftsführerin B90/Grüne, Mitglied des NSU-Untersuchungsausschusses, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus)Datum: 06. Juni 2017, 15.00 UhrOrt: Neues Rathaus, Ekhofplatz 24, Gotha

Zur Ausstellung:  Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. In der grafischen Reportage „WEISSE WÖLFE“ enthüllen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt ihre Ideologie. Und zeigen: Es sind regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

Am Anfang von „WEISSE WÖLFE“ steht eine Frage: Warum fahren Nazis aus Thüringen ausgerechnet nach Dortmund, um einen Türken zu töten? Gemeint ist der Mord an Kioskbesitzer Mehmet Kubasik durch die NSU Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 04. April 2006. Ein mit den Ermittlungen betrauter Verfassungsschützer wertete die Tat als Versuch des NSU, ein Terrorfanal in der Dortmunder Neonazi-Szene zu setzen. Doch für wen sollte dieses Fanal sein?

Auf der Suche nach Antworten hat David Schraven zusammen mit dem Zeichner Jan Feindt diese Grafische Reportage entwickelt. Anhand der Biographie eines Dortmunder Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht deckt „WEISSE WÖLFE“ die internationalen Verflechtungen rechtsradikaler Terrorgruppen auf.

Die Zeichnungen der Comics von Jan Feindt erschaffen Bilder von Situationen, von denen es keine Bilder geben kann. Er eröffnet damit weitere Erzählebenen, die es möglich machen, die rechtsradikale Realität auch emotional zu erfassen.

„Wir glauben, man begreift erst vor den Bildern stehend richtig, dass die beschriebenen Handlungen in der grafischen Reportage Realität sind und nicht frei erfunden.“ (David Schraven über die Ausstellung)

Die Ausstellung mit Comics-Zeichnungen ist bestens für Schüler_innen und Jugendliche geeignet und ermöglicht einen Einstieg, sich mit Rechtsextremismus auseinander zu setzen. Schulklassen der Stadt und des Landkreises sind herzlich eingeladen, dieses Angebot anzunehmen. Bei vorheriger Anmeldung können inhaltliche Erläuterungen angeboten werden,Terminabsprachen sind unter 0174/9635548 möglich.

Führungen mit Madeleine Henfling sind am 13. und 20. Juni in den Vormittagsstunden und am 19. Juni 2017 ganztags möglich.

Öffnungszeiten der Ausstellung vom 06. Juni bis 04. Juli 2017:

Montag, Dienstag und Donnerstag:                9.00 bis 18.00 Uhr

Mittwoch und Freitag:                                     9.00 bis 14.00 Uhr

Samstag:                                                        10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

In Kooperation mit dem Bündnis gegen rechts – Gotha ist BUNT e.V. | Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz, Weltoffenheit http://denkbunt-thueringen.de/landesprogramm/| CORRECT!V https://correctiv.org/