Wenn Diplomatie scheitert – Strategien der Konflikt–bearbeitung aus der Zivilgesellschaft

Wenn Diplomatie scheitert – Strategien der Konflikt–bearbeitung aus der Zivilgesellschaft

Vortrag und Diskussion mit: Christoph Dinkelaker

Nach dem Scheitern aller sog. Friedensgespräche, da die asymmetrischen Machtverhältnisse: Israel als dominierende Militärmacht des Nahen Ostens einerseits und Palästina als von Israel besetztes Land andererseits – keine Verhandlungen „auf Augenhöhe“ möglich machen, stellt sich die Frage nach neuen Ansätzen. Christoph Dinkelaker wird in seinem Vortrag Strategien der Konfliktbewältigung bzw. -lösung behandeln, die aus der Zivilgesellschaft entwickelt wurden. Von den internationalen Medien wenig beachtet, haben sich z.B. sowohl in der israelischen wie auch in der palästinensischen Gesellschaft Menschenrechtsgruppen und Initiativen gebildet, die, außer dass sie die gegenseitigen Feindbilder und ideologischen Barrieren abbauen wollen, auch eine politische Lösung des Konflikts erreichen möchten. Im anschließenden Gespräch werden die Chancen dieser Ansätze zu diskutieren sein.

Referent: Christoph Dinkelaker, alsharq e.V.

Veranstaltungsort: Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder Straße 92, Hannover

Veranstalter*in: Palästina Initiative Region Hannover

www.palaestina-initiative.de, info@palaestina-initiative.de

 

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Bündnisses: Radio Flora, Kargah, Palästina Initiative Region Hannover, NAV-DEM Hannover e. V., Hometown-Hannover.de, SLU/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen

Der Nahe und Mittlere Osten - Eine Veranstaltungsreihe über Herausforderungen, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven für Gesellschaft und Politik

Der Nahe und Mittlere Osten ist wie kein anderes Gebiet der Welt durch Bürgerkriege, zwischenstaatliche Kriege und Revolutionen geprägt. Mehrere Konflikte überlagern sich und stehen im Widerspruch zueinander. Sie lassen die Menschen in dieser Region nicht zur Ruhe kommen. Zugleich ist die Region reich an Kulturen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionsgemeinschaften.
Unsere Veranstaltungsreihe widmet sich daher zwei Themenkomplexen: Wir greifen die besondere Vielfalt dieser Region auf und richten dabei unseren Blick auf einzelne Länder. Zudem befassen wir uns detaillierter mit den kriegerischen Auseinandersetzungen in diesen Gebieten. Gemeinsam mit Expert*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sollen die gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Entwicklungen ausgewählter Länder dieser Region analysiert werden.
Unser Ziel ist eine differenzierte Diskussion über bedeutsame Probleme in der Region. Denn nur so kann ein Verständnis dafür entwickelt werden, was die Ereignisse und Erscheinungen dort mit uns in Europa zu tun haben.

Wir laden ein zu einer Diskussion über diese (und auch neue...) Fragen:
• Vor welchen Hürden stehen zivilgesellschaftliche Akteur*innen in der Türkei und in Palästina? Welche Handlungsräume bleiben ihnen?
• Vor welchen Herausforderungen stehen Kurd*innen als neue Akteure in der Region angesichts des Chaos-Zustands beim Zerfall der internationalen Staatenordnung?
• Welche gesellschaftlichen und politischen Perspektiven werden verhandelt?
• Wie geht es nach den Präsidentschaftswahlen im Iran weiter?
• Wie wirken Frauen im gesellschaftlichen und politischen Leben im Nahen und Mittleren Osten mit? Welchen Einfluss haben sie?
• Wie gestaltet sich der Alltag in der Region?

Bei Fragen zur Barrierefreiheit der Räumlichkeiten wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Veranstalter*innen.