Wer kann flieht?

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Burundi zwischen politischer Krise und Afrikanischem Frühling

Burundi, das Partnerland Baden-Württembergs, steckt tief in der politischen Krise. Im Frühsommer 2015 ließ sich Präsident Nkurunziza entgegen der Verfassung für ein drittes Mandat wählen. Seitdem eskaliert die Lage im Land zunehmend. Die Polizei verfolgt Regimegegner, die eine Demokratisierung und die Einhaltung der Verfassung fordern; diese wiederum greifen Repräsentanten der Regierung an. Etwa 220.000 Menschen sollen das Land in der Folge der Konflikte verlassen haben – sie leben überwiegend in Flüchtlingslagern in den Nachbarländern Tansania, Ruanda und Kongo.

In wieweit ist der Konflikt in Burundi Ausdruck eines "Afrikanischen Frühlings"? Wie real ist die Gefahr eines Völkermordes? Wie ist die Lage der Flüchtlinge in den Nachbarländern? Auf welche Weise kann Deutschland auf eine Befriedung der Region hinwirken? Welche Verantwortung und Möglichkeiten haben Nachbarländer und internationale Organisationen wie Afrikanische Union oder Vereinte Nationen?

mit:
Barbara Kemper, Berghof Foundation, bis 2015 GIZ/ Ziviler Friedensdienst in Burundi
Boris Nzeyimana, burundische Diaspora, Karlsruhe
Kordula Schulz-Asche, MdB, Bündnis 90/ Die Grünen

Mittwoch, 9. März, 20.00h
Café Palaver, Steinstraße 23, Karlsruhe