Tagung Freitag, 24. März 2017 and more in
Berlin

Wettbewerb der Narrative: Zur globalen Krise liberaler Erzählungen

Datum, Uhrzeit
Freitag, 24. März 2017, 18.00 Uhr
Samstag, 25. März 2017, 10.00 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

In den vergangenen 300 Jahren haben sich weltweit liberale Erzählungen etabliert, die den Einzelnen vor der Gewalt des Staates sowie anderer Akteure schützen wollen und auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zielen. Dazu gehören der Konsens über die Bedeutung und Gültigkeit der Menschenrechte oder die Unabhängigkeit von Justiz und Medien als notwendiger Bestandteil einer funktionierenden Demokratie, aber auch die besondere Bedeutung – und Verantwortung – privater Eigentumsrechte in einer Marktwirtschaft. Derzeit gewinnen weltweit illiberale Erzählungen an Raum und setzen liberale Erzählungen und damit die offene Gesellschaft unter Druck.

Ein Beispiel hierfür ist der Wettstreit der Erzählungen über die Rolle von Nichtregierungsorganisationen: Für die einen sind sie Akteure einer lebendigen Zivilgesellschaft, für die anderen Agenten feindlicher Mächte.

Die zweitägige Tagung „Wettbewerb der Narrative: Zur globalen Krise liberaler Erzählungen“ stellt zu diesen Phänomenen zentrale Fragen: Welche illiberalen Narrative gibt es in Ländern wie China, Deutschland, Frankreich, Indien, Polen, Russland, der Türkei oder in den USA und welche Strategien verfolgen sie?

Was bedeuten die Begriffe „liberal“ und „illiberal“ heute überhaupt? Welche neuen Verfechter liberaler Narrative sind aktiv und wie kann die offene Gesellschaft verteidigt werden?

Die Öffentlichkeit kann nach den jeweiligen Impulsvorträgen der Redner mitdiskutieren. Performative Elemente ergänzen die Beiträge zusätzlich. Unter den Teilnehmenden sind der nigerianische Poetry Slammer Efe Paul Azino, die russische Politikwissenschaftlerin Ekaterina Schulman, der Hongkonger Ökonom Chandran Nair, die amerikanische Juristin Michele Goodwin, der indische Kulturjournalist Ranjit Hoskoté und der deutsche Soziologe Armin Nassehi.

 

Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Goethe-Instituts, der Heinrich-Böll-Stiftung, des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Käte Hamburger Kollegs/Centre for Global Cooperation Research.

Mit:

  • Efe Paul Azino, Performance-Künstler und Poetry Slammer aus Lagos, Nigeria
  • Prof Dr. Tongdong Bai, Fudan University Shanghai, China
  • Liane von Billerbeck, Deutschlandradio
  • Dr. Ariel Colonomos, SciencePo Paris, Centres des recherches internationales (ENRS), Frankreich
  • Amira El Ahl, documenta 14
  • Prof. Michele Goodwin, University of California, Irvine, USA
  • Mona Harry, Poetry Slammerin
  • Prof. Dr. Friederike Herrmann, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
  • Prof. Dr. Eva Horn, Universität Wien, Österreich
  • Ranjit Hoskote, Autor, Kunst-Kurator und Kulturjournalist, Indien
  • Prof. Dr. Kader Konuk, Universität Duisburg-Essen
  • Prof. Dr. Albrecht Koschorke, Universität Konstanz
  • Matthias Krupa, DIE ZEIT
  • Dr. Alister Miskimmon, Royal Holloway College der University of London, Großbritannien
  • Chandran Nair, Global Institute For Tomorrow, Hongkong
  • Prof. Dr. Armin Nassehi, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Tanasgol Sabbagh, Poetry Slammerin
  • Prof. Dr. Ekaterina Schulmann, Russian Presidential Academy of National Economy and Public Administration, Russland
  • Dr. Karolina Wigura, Universität Warschau, Kultura Liberalna, Polen

 

Anmeldung erforderlich unter: https://www.goethe.de/de/uun/ver/wdn/anm.html

 

Hinweis: Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen.

 

Veranstaltungsort
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Saal
Jägerstraße 22
10117 Berlin

 

Information/Kontakt:
Lara Wodtke
Heinrich-Böll-Stiftung
wodtke@boell.de