Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben – Wachstum in einer endlichen Welt

Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben – Wachstum in einer endlichen Welt

Bodensteiner Gespräche mit Prof. Dr. Felix Ekardt
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Der Freundeskreis Bodensteiner Gespräche lädt in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung zum Vortrags- und Gesprächsabend ein. Er findet statt am Dienstag, den 26. September 2017 und steht unter dem Thema: „Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben – Wachstum in einer endlichen Welt“.

Trump, Erdogan, Brexit: In einer immer komplexeren Welt sind Kräfte massiv auf dem Vormarsch, die klare Sündenböcke und einfache Lösungen verheißen. In der Aufregung über „verblödete Massen“ und „degenerierte Eliten“ geht jedoch unter, dass die Neigung zu einfachen Wahrheiten weder neu noch auf Populisten beschränkt ist. Vielmehr tragen wir alle latent die Neigung zu vereinfachten, verzerrten und bequemen Weltsichten in uns. Auch hochintellektuelle, wenig populäre Fragenkreise wie Nachhaltigkeit, Energiewende und die Grenzen des Wachstums sind von solchen Unterkomplexitäten bei nahezu allen Beteiligten geprägt. Wir werden mit einfachen Erklärungen die Probleme einer globalisierten Welt nicht lösen, sondern dramatisch scheitern. Schlimmer noch: Wenn wir Komplexität nicht aushalten lernen, hat die Demokratie dauerhaft keine Chance. Der Vortrag möchte ausloten, ob und mit welchen Mitteln wir Vernunft und Demokratie langfristig fördern und bewahren können – oder ob sie in der Gefahr stehen, eine historisch seltene Ausnahmeerscheinung zu bleiben.

Programm:
19.30 Begrüßung und Eröffnung: durch den Freundeskreis Bodensteiner Gespräche und der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen

19.45 Vortrag und Gespräche mit Prof. Dr. Felix Ekardt

21.15 Versuch eines Resümees

21.30 Abschluss: Einladung zu freien Tischgesprächen

Moderation: Bernd Winkelmann, Pfr. i.R.

 

Veranstaltungsort: Leinefelde-Worbis, Burgsaal Burg Bodenstein, Burgstraße 1

 

Prof. Dr. Felix Ekardt, ist seit 2009 Gründer und Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin. Ferner ist er seit Anfang 2009 an der Universität Rostock (Juristische Fakultät) Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie und Mitglied des Leibniz-Wissenschaftscampus Phosphorforschung Rostock.

Weitere Publikationen:

Ekardt, Felix (2017): Wir können uns ändern: Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution. Oekom Verlag.

Ekardt, Felix (2017): Kurzschluss: Wie einfache Wahrheiten die Demokratie untergraben. Christoph Links Verlag.