Diskussionsabend Freitag, 05. April 2019 /
Berlin

Wie weiter (produktiv) feministisch streiten?

Soirée mit Podiumsgast Koschka Linkerhand, feministische Autorin und Herausgeberin

Datum, Uhrzeit
Fr., 05. Apr. 2019,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Das Bildungswerk lädt zum Gespräch und zur Diskussion mit Koschka Linkerhand. Die Autorin und Herausgeberin des Bandes "Feministisch Streiten. Texte zu Vernunft und Leidenschaft unter Frauen" (Querverlag, 2018) hat sich zur Aufgabe gemacht, einen materialistischen Feminismus (weiter) zu entwickeln. Ausgehend von ihrer Feststellung, beim heute hegemonialen „intersektionalen“ Queerfeminismus habe man es mit einem Feminismus zu tun, dem „die leidenden Frauen“ wie überhaupt „das politische Subjekt Frau abhandengekommen“ ist, diskutieren wir, wie sich das feministische Ringen um eine bessere, geschlechteregalitäre Gesellschaft wieder produktiv(er) gestalten ließe. Was genau bedeutet zunächst: materialistischer Feminismus? Wie sieht die damit einhergehende Kritik an den Zurichtungen und Widersprüchen der weiblichen Subjektwerdung unter patriarchalen und kapitalistischen Bedingungen aus? Wie sähe also eine feministische Gesellschaftskritik aus, die die Lebensrealität von Mädchen und Frauen wieder fokussiert – statt immer neue, mannigfaltige „Identitäten“ zu produzieren und zueinander in Konkurrenz um Ressourcen und Aufmerksamkeit zu setzen? Am Beispiel von feministischen „Nestbeschmutzerinnen“ (Linkerhand), die gegenüber der verbreiteten Abwehr von Islamkritik eine emanzipatorisch-universalistische Perspektive behaupten, kommen wir konkreter auf eine der zeitgenössischen „Diskurs“-Leerstellen des Queerfeminismus zu sprechen – und zur Frage: wie ginge es besser? Im Anschluss wird die Diskussion fürs Publikum geöffnet.

Die Veranstaltung ist für alle Gender offen.

Moderation:
Melanie Götz, Soziologin M.A., Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung im Bildungswerk

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.