Wissenschaftscafé: Freiheit versus gesellschaftliche Verantwortung

Wissenschaftscafé: Freiheit versus gesellschaftliche Verantwortung

Gegensätze oder Eines auf dem Weg zur Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit und Freiheit – wie passt das zusammen? Wer sich gegen den Raubbau an natürliche Lebensgrundlagen einsetzt, kämpft damit auch für die Freiheit zukünftiger Generationen, damit diese ihr Leben nicht unter dem Diktat von Klimawandel und Ressourcenkrisen führen müssen. Wenn die menschengemachte Erderwärmung außer Kontrolle gerät, der Meeresspiegel rapide ansteigt, Dürren und schwere Unwetter um sich greifen, gerät auch die Freiheit immer mehr unter Druck. In einer solchen Welt besteht die Gefahr, dass eine autoritäre Notstandsverwaltung unter dem Nachhaltigkeitsdeckmantel die Oberhand gewinnt. Insoweit verteidigt eine Politik der Nachhaltigkeit die Bedingungen künftiger Freiheit. Warum aber eckt die Politik mit Themen wie „Veggie-Day“ derart an, dass gleich autoritäre „Umerziehungsaktivitäten“ unterstellt werden und das Thema fast reflexartig von der politischen Agenda genommen wird? Warum setzen sich Vorschläge zu nachhaltigem Verhalten schnell dem Vorwurf der „Belehrung“ aus?
Als Bildungsinstitution gilt der Universität Hamburg Nachhaltigkeit als konzeptionelle Leitlinie für das Bestreben, die Gesellschaften der Gegenwart so zu gestalten, dass deren berechtigten Interessen entsprochen und zugleich ihr künftiger Entfaltungsspielraum gesichert und gestärkt werden kann. Wie kann dort ein reflektierter Umgang mit der eigenen Forschung und Lehre aussehen, der deren gesellschaftlicher Einbindung und Verantwortung Rechnung trägt, ohne das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit einzuschränken?

Ort: Chinesisches Teehaus „Hamburg Yu Garden“, Feldbrunnenstraße 67

Diskussion auf dem Podium und mit dem Publikum mit
Dr. Willfried Maier - Senator a.D.
Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp - Politikwissenschaftler, Universität Hamburg
Susanne Mira Heinz - Wissenschaftl. Mitarbeiterin sustainable innovation, TU-Harburg

Moderation: Karin Heuer - umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

Eine Kooperationsveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hbg. e.V. mit dem Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität (KNU).

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Im Anschluss (etwa ab 20.15 Uhr) besteht die Möglichkeit zu einem Austausch und zum Kennenlernen in kleinen Runden bei einem Imbiss.