Dienstag, 22. April 2008

Mitarbeiterbeteiligungen: Königsweg für stärkere Teilhabe? Chancen, Risiken und politische Handlungsfelder

Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Datum, Uhrzeit
Dienstag, 22. April 2008, 18.00 Uhr – 21.00 Uhr
Die Einkommen aus unselbständiger Arbeit stagnieren in Deutschland, während die Einnahmen aus Kapitaleinkommen stetig ansteigen. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der gerechten Teilhabe von Arbeitnehmer/innen am Erfolg ihres Unternehmens auf.
Die Mitarbeiterbeteiligung wird aktuell als eine Möglichkeit diskutiert, Arbeitnehmer/innen stärker als bisher am wachsenden Kapitalvermögen der Unternehmen zu beteiligen. Die Teilhabe an Gewinn und Kapital der Arbeitnehmer/innen würde die Identifikation mit dem Unternehmen stärken und das Eigenkapital der Unternehmen erhöhen, so die Befürwörter dieses Modells. Gleichwohl liegen noch viele Stolpersteine auf dem Weg zur erfolgreichen Einführung von Mitarbeiterbeteiligungen, wie etwa Fragen nach dem Schutz vor Unternehmensrisiken und Tarifbindungen.
Aktuell wird seitens der SPD über den Deutschlandfonds diskutiert, der eine indirekte Beteiligung am Unternehmen über einen Kapitalfonds vorsieht und die Insolvenzrisiken der Arbeitnehmer/innen minimiert. Die andere Seite favorisiert eine steuerliche Begünstigung von Investivlöhnen und die direkte Beteiligung am eigenen Unternehmen im Rahmen betrieblicher Bündnisse. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Koalition erarbeitet derzeit einen Kompromiss und ein entsprechender Gesetzesentwurf wird voraussichtlich noch im ersten Quartal 2008 auf den Weg gebracht.
Auf unserer Veranstaltung `Mitarbeiterbeteiligungen: Königsweg für stärkere Teilhabe?
Chancen, Risiken und politische Handlungsfelder` wollen wir mit Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Praxis die aktuellen Entwicklungen aufgreifen, über die Möglichkeiten und Grenzen von Mitarbeiterbeteiligungen und nötige Schritte von Politik und Wirtschaft diskutieren.