Montag, 04. Februar 2008

„Erniedrigt, recht- und schutzlos“: Zwangsarbeit für die Reichsbahn in Südniedersachsen

Reihe: Der Zug der Erinnerung

Datum, Uhrzeit
Montag, 04. Februar 2008, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Veranstalter/in
Externe Veranstaltung
Vortrag mit dem Lokalhistoriker und Kulturwissenschaftler Günther Siedbürger (Göttingen)

Die Deutsche Reichsbahn war neben der Vernichtung der Jüdinnen und Juden auch am anderen großen Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus, der Zwangsarbeit, beteiligt. Hier wirkte sie nicht nur als modernes Massenverkehrsmittel an den Deportationen der Verschleppten nach Deutschland mit, sondern beschäftigte als Großunternehmen auch aktiv Zwangsarbeitende und beutete deren Arbeitskraft aus. In Südniedersachsen dürften die verschiedenen Eisenbahnbetriebe dabei sogar an erster Stelle gestanden haben.
Wie waren die Lebensbedingungen der Zwangsarbeitenden? Welche Arbeiten hatten sie für die Bahn zu verrichten, wie sah die Entlohnung aus, wo befanden sich überhaupt Lager und Arbeitsplätze von Eisenbahn-Zwangsarbeitern? Gab es Berührungspunkte mit der heimischen Bevölkerung? Unterschied sich die Situation von Zwangsarbeitenden im Eisenbahnbereich deutlich von der in anderen Einsatzbereichen oder erlebten sie das durchschnittliche Los von NS-Zwangsarbeitern?