Mittwoch, 28. November 2007

Der Zug der Erinnerung | Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma und der heutige Rassismus in Europa | Vortrag

Begleitprogramm

Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 28. November 2007, 19.00 Uhr
Veranstalter/in
Externe Veranstaltung
Vortrag und Photodokumentation mit Silvio Peritore (Heidelberg)

Ähnlich wie die Jüdinnen und Juden wurden auch Sinti und Roma in Nazi-Deutschland zu „Fremdrassigen“ erklärt und verfolgt. Ende 1938 ordnete Reichsführer-SS Heinrich Himmler ihre totale Erfassung an. Als Folge wurden über 24.000 sogenannter Rassegutachten erstellt, welche die Voraussetzung für die planmäßige Ermordung einer halben Million als „rassisch minderwertig“ eingestufter Sinti und Roma bildeten.

Heute leben in Europa etwa zehn Millionen Sinti und Roma. Sie sind laut einer Studie der europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus aus dem Jahr 2005 die am stärksten diskriminierte Gruppe in Europa, europaweit stoßen sie auf Ablehnung oder sogar Hass. Gerade in den Staaten Ost- und Südosteuropas werden Roma immer wieder Opfer von staatlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen, von physischer Gewalt und regelrechten Pogromen. Über Vergangenheit und Gegenwart der Unterdrückung und Verfolgung berichtet Silvio Peritore, Leiter des Bereichs Dokumentation im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.