Monday, 07. July 2008

Schlucken unsere Autos das Brot der Armen?

Date, Time
Monday, 07. July 2008, 7:30 pm
Organizer
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Weltweit werden die Lebensmittel knapp und teuer. In den vergangenen 12 Monaten sind die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen und Mais global bis zu 57% gestiegen. Vor allem arme Bevölkerungsschichten in Schwellen- und Entwicklungsländern können sich dies nicht mehr leisten. Es kommt zu ersten Hungerrevolten.

Ursache des drastischen Preisanstiegs sind EU-Subventionen für Landwirtschaft und Fischerei, Spekulationen auf den Welt-Agrarmärkten, Veränderungen bei den Agrarprodukten, steigender Fleischkonsum, Missernten sowie die wachsende Energieproduktion aus Pflanzen. Ein Bespiel: Seit die USA immer mehr Mais für Biosprit und Fleischveredlung nachfragen, hat sich in Mexiko der Preis für Tortillas, Grundnahrungsmittel vor allem der ärmeren Schichten, fast verdoppelt. Die ungerechte Welthandelspolitik steht dabei ebenso in der Diskussion wie die Biospritpläne der Bundesregierung. Beim Import von Ethanol aus brasilianischem Zuckerrohr oder Palmöl aus Indonesien kommt neben der Verknappung der Lebensmittel als weiteres Problem die Rodung von Regenwald hinzu.

Sind unser Hunger nach Energie, übermäßiger Fleischkonsum und unsere Subventionspolitik Ursache für Nahrungsmittelknappheit? Verschärfen wir so zusätzlich den Klimawandel? Welche Rolle spielen unser Lebensstil und die Politik in den Industriestaaten?

Diese Fragen wollen wir diskutieren mit:

Christian Meyer (MdL, B90/Die Grünen), agrarpolitischer Sprecher

N.N.

Moderation: Dorothea Steiner, Vors. Landesverband B90/Die Grünen