Thursday, 28. February 2008

Kiki und Tiger / Balkan Beats Berlin

Film mit Diskussion

Date, Time
Thursday, 28. February 2008, 8:00 pm
Organizer
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

mit den Regisseuren Alain Gsponer und Marko Valic


Kiki und Tiger

Das Jahr 1999: Es ist Bürgerkrieg im Kosovo. Kiki, ein junger Albaner, flieht vor der serbischen Armee aus seiner Heimat. Er reist illegal nach Deutschland und findet Obdach bei dem Serben Tiger, der in Deutschland aufgewachsen ist und mit seiner Familie hier lebt. In Stuttgart ziehen die Beiden nachts zusammen um die Häuser und zwischen den jungen Männern entwickelt sich eine innige Freundschaft. Aber bald kommt es zu Auseinandersetzungen mit Tigers Vater, der gegen Kiki Vorurteile hat, weil er Albaner ist. Tiger kann die nationalistischen Gefühle und Bestrebungen der Serben nicht verstehen und trotz der Ablehnung durch den Vater halten sie an ihrer Freundschaft fest. Allmählich vergiften jedoch Intrigen das Verhältnis von Kiki und Tiger. Eifersucht, Neid und Misstrauen steigern sich und die Freundschaft schlägt in Hass um…Die Geschichte von Kiki und Tiger geht nahe, auch, weil sie auf einer wahren Begebenheit beruht. 

Regie: Alain Gsponer
D / CH 2002
55 min.

Regisseur: Alain Gsponer wurde 1976 in Zürich geboren, studierte an der Schule für Gestaltung in Bern und absolvierte ein Diplomstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Nachdem er einige Kurzfilme gedreht hatte, führte er 2002 Regie in dem preisgekrönten Film „Kiki und Tiger“, der gleichzeitig seinen Abschlussfilm an der Filmakademie darstellte. 2005 bekam sein Film „Rose“ bei den Hofer Filmtagen den Eastman-Förderpreis.


Balkan Beats Berlin

Wie zeichnet man am besten einen Ausschnitt aus dem Leben von Menschen, die in jungen Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland gekommen sind? Der Regisseur Marco Valic verfolgt eine zeitlang das Leben von Robert, Tatjana und Alen mit der Kamera und lässt sie selbst erzählen, was sie ausmacht. Sie alle verbindet die Liebe zu Musik aus Osteuropa. Seit dem Beginn der „BalkanBeats“ 1993 in Berlin finden sie sich regelmäßig mit Freunden zu den mittlerweile legendären Partys zusammen. Die Organisation der Partys nahm ihren Anfang als Protest gegen den Krieg in den frühern 90ern. Der Film handelt von dem Lebensalltag von Robert, Tatjana und Alen heute, in dem sie Familien gegründet haben und weiterhin in der Musik und Künstlerszene aktiv sind. Robert organisiert die BalkanBeats-Partys in Berlin, seine Frau Tatjana arbeitet in einem Theater und singt in einem Chor, der traditionelle Texte aufgreift. Alen, ein Freund des Paares, ist Fotograf und versucht, seine Flüchtlingsvergangenheit in seine Arbeit einfließen zu lassen. Auf diese gemeinsame Vergangenheit blicken sie zurück, und erzählen auch von ihren Erfahrungen mit dem Krieg und ihrer Ankunft in Deutschland.

Regie: Marko Valic
D 2005
42 min.

Regisseur: Marko Valic wurde 1975 in Minden in Deutschland als Sohn einer deutschen Mutter und eines kroatischen Vaters geboren. Nachdem er einige Zeit in Kroatien, Australien, Jamaika, Hong-Kong und Spanien verbracht hatte, nahm er 1999 ein Studium der Anthropologie, Filmwissenschaft und Osteuropastudien an der FU Berlin auf. Der Dokumentarfilm „Balkan Beats Berlin“ ist eine „No-Budget“-Produktion, die FH Dortmund stellte die technische Ausstattung kostenfrei zur Verfügung.