Wednesday, 20. February 2008

Adil geht - Filmvorführung und Diskussion

Date, Time
Wednesday, 20. February 2008, 10:00 am – 12:00 pm Save in my calendar
Organizer
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
 mit Regisseurin Esther Gronenborn

 
Die vier Jugendlichen Adil, Jonni, Elvis und Idris sind Freunde und leben gemeinsam mit ihren Familien in Altenburg. Sie alle kommen aus Jugoslawien und sind vor dem dort herrschenden Bürgerkrieg aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen. Hätten sie sich in ihrer gemeinsamen Heimat gekannt, sie wären Feinde gewesen, da sie zwar Jugoslawen, aber eben auch Kosovo-Albaner und Kosovo-Roma sind. In Deutschland verbindet sie ihr gemeinsames Schicksal als geduldete Flüchtlinge und die Leidenschaft für Breakdance. Die vier führen ein Leben auf Abruf, da es von der allgegenwärtigen Angst überschattet wird, abgeschoben zu werden. Die Freunde trainieren gemeinsam für einen Breakdance-Wettbewerb, der bald stattfinden soll. Ihr Training wird jedoch jäh unterbrochen, als sie erfahren, dass Adil und seine Familie abgeschoben werden sollen - und das noch vor dem bevorstehenden Auftritt auf dem Breakdance-Contest. Um dem Freund eine Erinnerung an sein Leben in Deutschland mit auf die Reise zu geben, entscheidet sich Idris, Adil ein Abschiedsvideo zu drehen. Er begleitet Adil und seine Freunde mit der Kamera und gerät dabei zwischen die Fronten: Adil ist in Lisa verliebt und während Idris den Film dreht, verliebt er sich auch in das hübsche Mädchen. Nun ist nicht nur der Videofilm und der Tanzwettbewerb in Gefahr, sondern auch die Freundschaft zwischen Adil und Idris… 
  
Regie: Esther Gronenborn
D 2004
96 min. 

Regisseurin
 
Esther Gronenborn wurde in Oldenburg geboren und begann schon im Alter von 17 Jahren, Kurzfilme zu drehen. 1990 nahm sie ein Dokumentarfilm-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München auf. Für ihr Spielfilm-Debüt „alaska.de“ erhielt sie mehrere Auszeichnungen wie den Deutschen Filmpreis 2001 für ‚Beste Regie’ und ‚Bester Schnitt’, den Europäischen Filmpreis als ‚Europäische Entdeckung’ und den Bayrischen Filmpreis für die ‚Beste Nachwuchsregie’.