Friday, 14. December 2007

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit - Ergebnisse der Langzeitstudie 2007

Date, Time
Friday, 14. December 2007, 4:00 pm
Organizer
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg lädt Sie herzlich zur Vorstellung der diesjährigen Ergebnisse der Langzeitstudie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ unter der Leitung von Prof. Wilhelm Heitmeyer mit anschließender Diskussion ein.
 
Ziel der Studie ist es, das Ausmaß und die Entwicklung des Syndroms menschenfeindlicher Einstellungen (Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Heterophobie, Islamphobie, Etabliertenvorrechte) in der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Zeitverlauf zu analysieren und auf der Basis sozialpsychologischer und soziologischer Konzepte zu erklären.
 
Diese Zielsetzung ist nicht nur von wissenschaftlicher Relevanz, um Forschungslücken schließen zu helfen, sondern vor allem auch von gesellschaftspolitischer Bedeutung. Die menschenfeindlichen Einstellungen mit der ihnen zugrunde liegenden Ideologie der Ungleichwertigkeit stehen einem leitenden Wertgrundsatz dieser Gesellschaft, nämlich der Gleichheit von Menschen, entgegen und können zur Legitimation von Gewalt gegen Minderheiten und Schwache dienen. Die Ergebnisse der Studie provozieren jedes Jahr aufs Neue und werfen die Fragen auf, wie die Politik auf diese Verwerfungen reagieren kann. Aber nicht nur die Politik ist gefordert, sondern das Engagement aller, die sich für eine demokratische und tolerante Gesellschaft einsetzen.
 
Die Studie wird von Sandra Hüpping und Frank Asbrock vorgestellt. Schwerpunkte der Veranstaltung werden die Frage des ökonomischen Wertewandels und dessen Auswirkung auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sowie die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt und Menschenfeind-lichkeit darstellen.
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<?xml:namespace prefix = w /?>Wir wollen gemeinsam mit Ihnen diskutieren, welche neuen strategischen Ansatzpunkte sich aus den Ergebnissen für die lokale Arbeit gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ergeben. Was können wir tun, damit unsere Gesellschaft zusammenhält? Was können wir tun, um ein tolerantes Miteinander im Alltag zu verankern und selbst zu leben?