- Mittwoch, 17. Februar 2010 – Samstag, 13. März 2010 In meinem Kalender speichern
Böll -Tage 2010
Heinrich Böll, den Namensgeber unserer Stiftung zu ehren ist eine schöne und wichtige Aufgabe.
Es gilt den Experimentator und Artisten Heinrich Böll neu zu entdecken, der von sich sagte „Ich glaube, das Element des Spiels ist in meinem Leben sehr wichtig gewesen. Des Spiels und des Risikos. Und natürlich auch des Traumes.“
Angesichts schnellen Vergessens der Vergangenheit ist auch die Erinnerung an den entschiedenen Linke Heinrich Böll sehr hilfreich: an den Mann, der unermüdlich die Möglichkeiten einer gerechten Gesellschaft erwog, der seine Sympathien für die sozialistischen Experimente in der Tschechoslowakei und in Chile nicht verhehlte und andererseits keine Illusionen hegte über das repressive System der Sowjetunion.
Walter Jens stellte sich die geistige Welt seines Freundes Böll einmal als „Disputationsraum unter den Himmeln“ vor, wo Gespräche geführt werden, „in deren Verlauf Ernesto Cardenal zur Gitarre greifen und Lew Kopelew deutsche Arbeiterlieder anstimmen könnte.“
Ja, Heinrich Böll war ein Weltbürger - ein fleißiger Leser amerikanischer und irischer, russischer und lateinamerikanischer Literatur und zugleich ein trotziger und listiger Kämpfer für die Freiheit von Künstlern in Osteuropa. Seit seinem Tod hat die geistige Kultur Deutschlands keinen solchen weltweit geachteten Repräsentanten mehr.
Mit den angekündigten Veranstaltungen will die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen das Leben und Werk des Schriftstellers würdigen.
Die Böll-Tage finden in diesem Jahr in Jena statt.
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Thüringen