Podiumsdiskussion Δευτέρα, 23. Σεπτέμβριος 2019 /
Heidelberg

Pressefreiheit unter Druck

Zur Lage der unabhängigen Medien in Polen und Ungarn

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Ημερομηνία, ώρα
Δευ, 23. Σεπ 2019,
7:00 μμ – 9:00 μμ Αποθήκευση στο ημερολόγιο μου
Διεύθυνση
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Γλώσσα
Deutsch
Διοργανωτής/τρια
Landesstiftung Baden-Württemberg
Legal
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Freie und unabhängige Medien sind eine Grundvoraussetzung einer funktionierenden Demokratie. Als „vierte Gewalt“ begleiten sie das Handeln von Regierung, Parlament und Gerichten idealerweise mit kritischer Distanz. Gleichzeitig bilden sie einen wichtigen öffentlichen Raum für politische und gesellschaftliche Debatten und erfüllen damit eine zentrale Funktion für eine offene und pluralistische Gesellschaft.

Der Kampf um eine freie Medienlandschaft war auch aus diesen Gründen elementarer Bestandteil der Demokratisierungsprozesse in den Ländern Mittelosteuropas. Jetzt, 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 15 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union, zeichnet sich ein Backlash in der Pressefreiheit ab. In Polen und Ungarn setzen autoritär agierende Regierungen die unabhängigen Medien unter Druck. Auf der Rangliste der Pressefreiheit 2019 von Reporter ohne Grenzen findet sich Polen auf Rang 59, Ungarn auf Rang 87 – in beiden Fällen mit absteigender Tendenz. In beiden Ländern, die einst die Demokratisierungsprozesse in Mittelosteuropa angeführt habe, steht die Freiheit der Presse auf dem Spiel.

Wie sich der Kampf der PiS-Regierung in Polen und der ungarischen Fidesz-Regierung gegen kritische Medien gestaltet, können die Journalisten Márton Gergely und Bartosz Wieliński aus erster Hand berichten. Gergely ist Ressortleiter für Politik bei der ungarischen Wochenzeitung HVG und war stellvertretender Chefredakteur der regierungskritischen Tageszeitung Népszabadság, die 2016 aus politischen Gründen eingestellt wurde. Bartosz Wieliński ist Redakteur für Außenpolitik bei der "Gazeta Wyborcza", der ersten freien Tageszeitung des demokratischen Polens, die derzeit von der polnischen Regierung mit Strafanzeigen überzogen wird.

Das Gespräch findet statt im Rahmen des Projekts „Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume“ des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds und in Kooperation mit der dju Rhein-Neckar und des Interkulturellen Zentrums Heidelberg.

Montag, 23. September, 19 Uhr
Interkulturelles Zentrum Heidelberg
Bergheimer Str. 147, 69115 Heidelberg

Eintritt frei