Ausstellung
- ხუთშაბათი, 09. აპრილი 2026 7:00 საღამოს – 10:00 საღამოს შეინახე პირად კალენდარში
TAVISSUPLEBA | FREIHEIT
Eröffnung der Ausstellung
Die Geschichte des modernen Georgiens ist eine Geschichte des Widerstands. 200 Jahre war das Land erst vom russischen Reich, dann, nach einer kurzen Unabhängigkeit 1918 bis 1921, von der Sowjetunion besetzt. Und seit 1991, dem Jahr der letzten Unabhängigkeitserklärung, lehnt sich die georgische Zivilgesellschaft immer wieder gegen erneute autoritäre Ansätze der jeweils Regierenden auf.
Die aktuelle Regierung der Partei Georgischer Traum, die die letzte und äußerst umstrittene Parlamentswahl von 2024 für sich reklamierte, hat entgegen der Verfassung des Landes den Beitrittsprozess zur EU bis 2030 ausgesetzt und nähert sich faktisch Putins Russland an. Aktuell sollen alle führenden Oppositionsparteien verboten werden, die Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind beschnitten worden und es kommt zu willkürlichen Verhaftungen mit teilweise drakonischen Strafen. Fast täglich werden neue Repressionen bekannt.
Die Geschichte Georgiens ist somit auch eine Geschichte des Protests, der Demonstrationen und des Widerstandes. Umso mehr freut es uns, mit der Ausstellung TAVISSUPLEBA - dem georgischen Wort für Freiheit - dem Kampf der georgischen Zivilgesellschaft für einen freien demokratischen Staat und gegen die Annäherung an Russland hier Raum geben zu können.
Die Ausstellung wird vom Arbeitskreis Demokratie, einer Initiative von Mitgliedern des FREELENS e.V., organisiert. Mit über 2.100 Mitgliedern ist FREELENS der größte Berufsverband für professionelle Fotograf*innen in Deutschland. Der Verband setzt sich, unter anderem, für die Presse- und Meinungsfreiheit sowie für die Arbeitsbedingungen von Fotojournalist*innen ein.
Angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus in Deutschland und international stehen diese Freiheiten zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund versteht der Arbeitskreis Demokratie die Ausstellung auch als Anlass, über aktuelle politische Entwicklungen zu reflektieren und die Bedeutung einer freien, unabhängigen Berichterstattung für eine demokratische Gesellschaft hervorzuheben.
Kuration
Die künstlerische Leitung und Kuration teilen sich Teona Gogichaishvili und Andreas Oetker‐Kast. Gogichaishvili (gebürtige Georgierin, lebt in Köln) ist Fotografin und Dozentin, Mitorganisatorin des internationalen Kolga Tbilisi Photo Festivals und kuratiert Ausstellungen im internationalen Kontext.
Oetker‐Kast ist Fotograf und FREELENS‐Mitglied, er arbeitet seit vielen Jahren zu Georgien. Sein Fotobuch Tavissupleba I Freiheit, das ebenso in Kooperation mit den georgischen Fotograf*innen entstanden ist, wird während der Ausstellung zum ersten Mal präsentiert.
Begleitprogramm
9. April, 19 Uhr: Vernissage & Buchpräsentation
10. April, 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit den georgischen Fotograf*innen
10. April, 19 Uhr: Konzert der georgischen Musikerin Mariam Kiria
11. April: Runder Tisch mit den georgischen Fotograf*innen
16. April, 19 Uhr: Panel mit Expert*innen
- Giorgi Kakabadze / Historiker & Anthropologe, GZA, Georgisches Zentrum im Ausland
- Thomas Franke / Journalist, Autor
- Michael Roth / SPD MdB a.D., Autor
- Moderation: Alena Struzh / Reporter ohne Grenzen
Alle Veranstaltungen finden in der FREELENS Galerie statt
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 10:00 – 18:00 Uhr, Freitag: 10:00 – 16:00 Uhr
Eintritt ist frei
Die Ausstellung wird unterstützt von der Heinrich Böll Stiftung, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Freelens Foundation, Reporter ohne Grenzen, taz, die tageszeitung und Oschatz Visuelle Medien.
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- ორგანიზატორი
- Landesstiftung Hamburg
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