AfriqUPrising!

AfriqUPrising!

Protest- und Demokratiebewegungen in Afrika
Creator: Heinrich-Böll-Stiftung / Dauda Nggada. Creative Commons License LogoThis image is licensed under Creative Commons License.

In ganz Afrika entstehen neue Protest- und Demokratiebewegungen. Denn trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs vieler afrikanischer Länder hat sich die Lebenssituation der meisten Afrikaner/innen kaum verbessert. Stattdessen werden demokratische Grundsätze kontinentweit eingeschränkt. Zu Tausenden gehen deswegen Menschen auf die Straßen Simbabwes, Südafrikas, der D.R. Kongo, Äthiopiens, Senegals, Nigerias, Burundis und anderer Länder, demonstrieren, twittern und bloggen für mehr Demokratie und Selbstbestimmung. So unterschiedlich die Ursachen für die Proteste auch sind, sie sind Ausdruck einer wachsenden Frustration über gebrochene Versprechen, die Bereicherung politischer Eliten und die Unterwanderung demokratischer Institutionen.

Von den Protesten ist in Deutschland zumeist erst dann zu hören oder zu lesen, wenn Sicherheitskräfte demokratische Akteure massiv unterdrücken oder Menschen erschießen - über die Hintergründe, Auslöser und Ziele der Proteste ist wenig zu erfahren.

Deshalb bieten die Heinrich-Böll-Stiftung und die Deutsche Welle mit dieser Veranstaltung eine außergewöhnliche Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe in zahlreichen Ländern Afrikas zu informieren. Aktivist/innen aus Senegal und Simbabwe analysieren im Gespräch mit internationalen Expert/innen u.a. folgende Fragen:

Wer sind die Menschen, die sich lautstark zu Wort melden und sich auch von staatlicher Gewalt nicht abschrecken lassen? Welche Motivation treibt sie an, welche Visionen einer besseren Zukunft in ihren Ländern und auf dem Kontinent verfolgen sie? Wie machen sie sich Luft und welche Kanäle haben sie dafür (Stichwort soziale Medien)? Beobachten wir eine neue Demokratie „von der Straße“ - und wenn ja, was bedeutet das für Demokratieförderung?

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit den Panelist/innen und weiteren Aktivist/innen aus dem Tschad, Äthiopien, Burundi und der DR Kongo ins Gespräch zu kommen.

Mit:

  • Linda Masarira, Aktivistin, #21DaysofActivism, Simbabwe
  • Cheikh Oumar Cyrille Touré, alias Thiat, Aktivist, Y'en a marre, Senegal
  • Zachariah Mampilly, Professor der Politikwissenschaft, Vassar College, USA
  • Moderation: Dr. Dirke Köpp, Leiterin Redaktion Französisch für Afrika, Deutsche Welle, Bonn

 

Hinweis: Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen.

Hashtag: #afriqUPrising

Eine Kooperation von Heinrich-Böll-Stiftung und Deutsche Welle.

 

Fachkontakt/Information:
Maria Kind
kind@boell.de