"anfangen" - Christina Thürmer-Rohr im Gespräch

"anfangen" - Christina Thürmer-Rohr im Gespräch

Filmpremiere & Gespräch

"... die Offenheit, andere Positionen kennenzulernen, aufzunehmen, auch wenn sie einem überhaupt nicht passen..." (Christina Thürmer-Rohr)

Die feministische Theoretikerin, emeritierte Professorin der Technischen Universität Berlin, Sozialwissenschaftlerin und Musikerin Christina Thürmer-Rohr hat eine ganze frauenbewegte Generation geprägt. Ihre Arbeit kreist um Herrschafts- und Patriarchatskritik, um Gewaltkritik, Opferkritik, um Mittäterschaft - und Freundschaft. Bis heute inspiriert sie durch ihr vorausschauendes Denken. Ein Denken, das immer auch heißt, mit sich selbst reden zu können und mit sich selbst leben zu müssen.
Der Film "anfangen" von Gerd Conradt, kinoglas-films, ertastet Momente aus dem Leben von Christina Thürmer-Rohr mit ihrer Besonderheit, Erkennen und Handeln nicht zu trennen. Er erkundet die Bodenlosigkeit, die freies Denken auslösen kann (Trailer).

 

Im Anschluss an den Film, ab 19 Uhr, diskutieren mit Christina Thürmer-Rohr:
Dr. Sabine Hark, Professorin für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universitaät Berlin und Leiterin des Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung ZIFG
Dr. Nivedita Prasad, Sozialpädagogig-Professorin an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und erste Anne-Klein-Frauenpreis-Trägerin der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Gitti Hentschel, Leitung Gunda-Werner-Institut
 

Livestream der Diskussion ab 19 Uhr auf www.Gunda-Werner-Institut.de

 

Christina Thürmer-Rohr:
geb. 1936 in Arnswalde/Choszczno (Polen). Prof. Dr.phil., Dipl.psych., Technische Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaften (bis 2005).
1976 Gründung des Studienschwerpunkts "Frauenforschung": Schwerpunkte Feministische Theorie / Menschenrechte.
1996 Gastprofessur an der Universität Fribourg (CH) zur politischen Theorie Hannah Arendts.
2001 Gastprofessur an der Universität Salzburg (AU) zur Genderforschung.
Praxis in der Psychologischen Beratung und in der Stadtplanung.
Außeruniversitäre feministische und politische Bildungsarbeit;
Mitgründung des Vereins „Sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis für Frauen e.V.“, Köln;
Trägerverein zur Förderung des Schutzes mißhandelter Frauen e.V. Berlin.
Ausserdem klassische und experimentelle Musik (Klavier/Orgel) in verschiedenen Formationen.
2003 mit Laura Gallati Gründung des Vereins "Akazie 3" zum "politischen und musikalischen Denken"

Veröffentlichungen von Christina Thürmer-Rohr.

Gerd Conradt:
geb. 1941, Schwiebus / Swiebodzin (Polen).
1966-68 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit 1982 freiberuflich tätig als Regisseur, Autor, Kameramann und Produzent.
Seine Filme und Videoprogramme sind meist Porträts - konzeptionell gestaltete Zeitbilder, oft als Langzeitdokumentationen. Themenschwerpunkte seiner Arbeiten sind: Berliner Stadtgeschichte, Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands, Studentenbewegung (RAF) – „Poesie-Videos“ und „Videobriefe“ als Unterrichtsfilme, Videoinstallationen.
Mitarbeit an Zeitschriften, Lehrtätigkeit an Hochschulen (Salzburg, Hildesheim, Magdeburg, Berlin, Peking).

Filme und Bücher von Gerd Conrad.

 

Ansprechpartnerin:
Gitti Hentschel, Leitung Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung
Email: hentschel@boell.de
Telefon: +49 - (0)30 - 285 34-122