Workshop Montag, 09. April 2018 in
Berlin

Blockchain in der Energiewende

Datum, Uhrzeit
Montag, 09. April 2018, 14.00 Uhr – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
10,00 EUR
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Vielen Dank für Ihr Interesse am Workshop "Blockchain in der Energiewende".

Der Kurs ist bereits ausgebucht. Sie haben dennoch die Möglichkeit, sich über den Anmeldelink in die Warteliste einzutragen. Wir werden uns bemühen, der großen Nachfrage nachzukommen und würden Sie dann prioritär über unser weiteres Kursangebot informieren.

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Die Blockchain-Technologie findet viel Aufmerksamkeit in Medien und in der Energiebranche. Dabei wird selten erklärt, was das eigentlich ist und inwiefern das Ganze eine Revolution, eine Disruption ist. Das Seminar bietet eine Einführung in die Funktionen und Potenziale der Peer2Peer-Technologien im Energiebereich. Die Blockchain-Technologie wird auf ihren Mehrwert für die Energiewende erklärt.

Eine Energiewende, weg von Atom und fossilen Brennstoffen, möglichst auch weg von zentralen, kapitalintensiven Erzeugungs- und Speicherstrukturen, hin zu 100 Prozent Ökostrom mit dezentralen, effizienten Erzeugungs- und Speicherstrukturen.

Mit:

  • Referent: Prof. Dr. Jens Strüker, Süwag Stiftungsprofessor für Energiemanagement, Frankfurt/Main

Block 1: Einführung

  • Alle reden über Blockchain: Wie funktionieren Transaktionen über die Blockchain?
  • Erklärung von zentralen Begriffen wie Peer2Peer, Public Ledger, Kryptographie, Public Keys, Private Keys
  • Welche Anwendungsbereiche gibt es für die Blockchain-Technologie?
  • Was sind die Alternativen zur Blockchain?

Block 2: Regulatorischer Rahmen für einen Energiehandel via Blockchain

  • Was ist der Unterschied zwischen Smart Contracts und herkömmlichen Verträgen?
  • Welche Rechtsverordnungen sind für Anwendung von Blockchain relevant?
  • Wo liegen datenschutzrechtliche oder sonstige juristische Knackpunkte für (energiewirtschaftliche) Transaktionen via Blockchain?

Block 3: Potenziale für eine Energiewende

Was genau wird besser/effizienter/ökologischer, wenn Transaktionen nicht mehr auf zentralen Datenbanken, sondern distributiv, auf vielen beteiligten Rechnern gespeichert werden?

Folgende Thesen werden überprüft:

  1. Die Dokumentation von Eigentumsverhältnissen wird bequemer und sicherer.
  2. Ablesung und Abrechnung von Verbrauchsdaten werden bequemer, effizienter und sicherer.
  3. Energieerzeuger/in und Energieverbraucher/in bzw. Anlagen und Geräte können direkt in Kontakt treten.
  4. Blockchain stärkt die Rolle von Konsument/innen und kleinen Produzent/innen im Markt bzw. gegenüber Energieversorgern.

Block 4: Geschäftsmodelle und Praxis

  • Wo und wie funktioniert Blockchain in der Energiewirtschafts-Praxis?
  • Wie wird mit Blockchain in der Energiewirtschaft Geld verdient?

 

Information für die angemeldeten Teilnehmer/innen:

Bitte überweisen Sie den Teilnahmebeitrag von 10 EUR bis zum 30. März 2018 auf folgendes Konto:

Heinrich-Böll-Stiftung
DE34 1208 0000 4097 7111 00
Commerzbank AG, DRESDEFF120
Kennwort: PBI 01769 WS Blockchain (Bitte unbedingt angeben!)

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Information:       

Solveig Bartusch, Projektbearbeiterin Ökologie und Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung, E-Mail bartusch@boell.de,   Telefon 030-285 34 -257

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P.S: Food for thought!

Die normative Anforderung an ein digitales Energiesystem ist, dass es im Einklang mit den ökologischen und sozialen Zielen der Energiewende steht. Im Digitalisierungsdiskurs dominieren jedoch vor allem die daraus resultierenden Geschäftsmodelle und Konsumannehmlichkeiten (Convenience). Das ist die These dieses Beitrags von Stefanie Groll. Der Beitrag reiht sich ein in eine virulente Debatte um Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Der Beitrag skizziert wie die öko-sozialen Appelle in politische Gestaltungsoptionen umgesetzt werden können.