Donnerstag, 21. April 2016

Das Ende der Megamaschine

Geschichte einer scheiternden Zivilisation

Datum, Uhrzeit
Donnerstag, 21. April 2016, 19.00 Uhr

Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt? Fabian Scheidler legt in seinem Buch "Das Ende der Megamaschine" die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer Spurensuche durch fünf Jahrtausende zeigt er uns die Ursprünge ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. So entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation. Das Buch will eingefahrene Sichtweisen verändern, indem es Verbindungen quer durch Zeiten, Räume und Denktraditionen herstellt. Die Kenntnis der historischen Zusammenhänge bildet die Grundlage dafür, neue Möglichkeiten für eine notwendige zivilisatorische Wende zu entdecken.

Entlang ausgewählter Thesen werden Fabian Scheidler und Daniela Gottschlich im Gespräch versuchen, u.a. die Folgen für unsere Demokratie aufzuzeigen und dabei auch Kritik und alternative Visionen aus der Genderforschung berücksichtigen. Welche Schritte müssen getan werden, um aus der Megamaschine auszusteigen und gesellschaftliche Veränderungen zu stärken bzw. zu initiieren?

Mit:

Fabian Scheidler studierte Geschichte, Philosophie und Theaterregie. Seit 2001 arbeitet er als freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2009 gründete er mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV, das regelmäßig Sendungen zu Fragen globaler Gerechtigkeit produziert (www.kontext-tv.de).

Dr. Daniela Gottschlich hat Politikwissenschaft und Germanistik in Osnabrück und Göttingen studiert. Derzeit arbeitet sie an der Universität Bozen/ Italien. Sie untersucht in ihrer Habilitation, inwiefern Politiken nachhaltiger Naturgestaltung einen Beitrag zur Demokratisierung der Demokratie liefern können. Sie hat in zahlreichen lokalen, nationalen und transnationalen Nachhaltigkeits-Projekten gearbeitet – immer auch mit dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit und Gender“.

Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Termin: 21.04.2016, 19 Uhr