Film und Gespräch Freitag, 29. September 2017 in
Berlin

Filmabend mit Diskussion: Das Gegenteil von Grau - Freiräume in der Stadt

Datum, Uhrzeit
Fr., 29. Sep 2017,
19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Der Film "Das Gegenteil von Grau"(2017), ein Film über die Transition Town - Bewegung im Ruhrgebiet von Matthias Coers (Mietrebellen 2014) zeigt unterschiedliche Gruppen von Menschen, die zusammenfinden um praktische Utopien und Freiräume in Städten zu leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum zu kämpfen. Die Dokumentation zeigt uns verschiedene Perspektiven von Freiraum- und Wohnkämpfen über solidarische Landwirtschaft bis hin zu Refugees’ Kitchen.

Ein Blick in das Ruhrgebiet: Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand - nicht alle Menschen zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil! Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Ein Dokumentarfilm von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
D 2017 90 min. deutsch / OmeU FSK ab 0 freigegeben

Der Film wird im Holzturm des Prinzessinnengartens gezeigt.
- Eintritt frei -


Diskussion im Anschluss an den Film mit:
Matthias Coers Filmemacher, Marco Clausen Mitgründer des Prinzessinnengartens und Canan Bayram, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete aus Friedrichshain-Kreuzberg

Moderation:
Marie Schubenz
ist Sprecherin des Mieterrats des Neuen Kreuzberger Zentrums.

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"
Im Rahmen der Stadttage kann auch die Ausstellung: Wohnen, Stadt, Solidarität - Fotografien von Matthias Coers besichtigt werden.

Matthias Coers lebt als Filmemacher und Fotograf in Berlin. Der ausgebildete Soziologe, geboren 1969 bei Osnabrück, fotografiert seit seinem 15. Lebensjahr. Er ist tätig als Regisseur, Kameramann und Journalist und versteht sich als kritischer Medienarbeiter. Nach dem Dokumentar- und Kinofilm "MIETREBELLEN - Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt" produzierte er bis 2017 den Film "Das Gegenteil von Grau". Für das Berliner MieterEcho, die Zeitung der Berliner MieterGemeinschaft e.V., betreut er die Bildredaktion. Er veranstaltet Workshops und Lesungen mit Fotografien und Videos zu den Themen Wohnen und städtisches Zusammenleben. www.zweischritte.berlin

Marco Clausen ist Mitgründer der Prinzessinnengärten in Berlin-Kreuzberg. Er arbeitet in Form von selbstorganisierten Projekten, Veranstaltungen, Ausstellungen, Bildungs- und Beteiligungsprogrammen zu Fragen des Rechts auf Stadt, Stadt-Land-Beziehungen, Gemeingüter und sozial-ökologische Transformation. 2015 hat er mit der bildenden Künstlerin Asa Sonjasdotter die Nachbarschaftsakademie als offene Plattform des kollektiven Lernens gegründet. Zusammen mit quest hat Clausen mit der Laube in den Prinzessinnengärten eine experimentelle und kollektiv gebaute DIY-Struktur initiiert, die zusammen mit dem Verein common grounds als Gemeingut für Bildung und Kultur betrieben wird. prinzessinnengarten.net

Canan Bayram MdB für B90/Die Grünen ist eine deutsche Rechtsanwältin und Politikerin. Sie ist in Malataya/Türkei geboren und in Nettetal am Niederrhein aufgewachsen, wo sie eine kaufmännische Ausbildung absolvierte. Über den zweiten Bildungsweg machte sie das Abitur und studierte in Bonn Politik und Rechtswissenschaften. Nach ihrem Studium arbeitete sie für das Finanz- und das Umweltministerium. Canan Bayram ist seit 2006 Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin, vor wenigen Tagen wurde sie als Direktkandidatin für Friedrichshain-Kreuzberg in den 19. Deutschen Bundestag gewählt.

Marie Schubenz ist Sprecherin des Mieterrats des Neuen Kreuzberger Zentrums. 1981 in Berlin geboren, hat sie in verschiedenen Berliner Stadtteilen gelebt. Seit 2010 ist sie in stadtpolitischen Gruppen aktiv und schreibt derzeit eine Dissertation zu Moralischen Ökonomien am Max-Planck Institut für Bildungsforschung in Berlin.

Für weitere Informationen oder Wünschen zu einer barrierefreien Teilnahme, melden Sie sich bei Tanya Lazova unter lazova@bildungswerk-boell.de oder 030/ 308 779 485

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin