Exkursion: Die Energiewende neu denken! - Was braucht Berlin?

Exkursion: Die Energiewende neu denken! - Was braucht Berlin?

Ganz praktisch, in Form einer Exkursion und eines Storytellings unterstützt durch die digitale Karte "Perlen der Energiewende" wollen wir uns mit dem Thema "Energiewende von unten" und der deutschen Energiewende generell beschäftigen.

Viele fortschrittliche Projekte der deutschen Energiewende von wurden in den vergangenen Jahren von kleinen, engagierten Initiativen, Kommunen und von Städten umgesetzt, sozusagen von unten. Die großen vier Energieerzeuger Deutschlands verharrten dabei in überholten, gefährlichen und schutzigen Energieerzeugungssystemen auf Atom- und Kohlebasis und trugen nur sehr wenig zur einer klimaschonenden, modernen Energiewende bei. In Berlin steht die die ufaFabrik als positives Beispiel für die "Energiewende von unten". Gemeinsam wollen wir das nachhaltige Konzept der ufaFabrik im Rahmen einer Exkursion entdecken und anschließend ein "Storytelling über die Geschichte der Energiewende in Deutschland" hören und darüber diskutieren, wie es in unseren Kommunen und Städten weitergehen muss und welche innovativen Ideen für die Berliner Energiewende im Raum stehen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die Karte "Perlen der Energiewende" vorgestellt und zum Mitnehmen verteilt.

Treffpunkt am Eingang der ufaFabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin Tempelhof, U6 Ullsteinstraße und 5 min Fußweg

15 Uhr Führung über das ufaFabrik Gelände in Tempelhof (Internationales Kulturzentrum) mit dem Schwerpunkt Energiewende von unten mit Dipl. Phys. Ing. Werner Wiartalla, Mitarbeiter der ufaFabrik

16.30 Uhr Audiovisueller Vortrag: Die Geschichte der Energiewende in Deutschland erzählt von Dipl.-Ing. Marcus Franken, Journalist

anschließend Fragerunde und Diskussion.

Moderation:

Tanya Lazova, Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll-Stiftung, Arbeitsbereich Ökologie, Wirtschaft und Soziales

Markus Franken, Dipl.-Ing. Studium der Umwelttechnik in Berlin. Er hat schon während des Studiums über Themen von Abfallwirtschaft bis Nachhaltigkeit geschrieben. Journalist für Fachzeitschriften wie VDI-Nachrichten, Energie & Management und Neue Energie. Von Anfang 2008 bis Januar 2015 war er Chefredakteur des taz-Umweltmagazins zeo2, sein Buch Bericht aus der Zukunft - wie der Grüne Wandel funktioniert (HBS, OEKOM) erschien 2013, "Wirtschaft im Zukunftscheck - so gelingt die Grüne Transformation" (Böll, OEKOM) erschien 2017 ebenso "Einfach Öko" (OEKOM). Er ist Mitgründer der Agentur für Umweltthemen Ahnen&Enkel.

Werner Wiartalla, diplomierter Physikingenieur beschäftigt sich seid über 20 Jahren mit Ökologieprojekten. Er arbeitet interdisziplinär mit Themen der Nachhaltigkeit die die Kultur, Ökologie, Ökonomie und das Soziale gleichberechtigt verbinden. Neben der Dachbegrünung stehen Regenwassernutzung und Solaranlagen auf seiner Vita. In den letzten Jahren widmete er sich der Baubiologie und entwarf sehr gut gedämmte und vor allem bezahlbare Strohballenhäuser.

Hintergrundinformationen:

Die Energiewende in Deutschland startete sehr erfolgreich mit der Einführung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) unter der rot-grünen Koalition 1998 bis 2005. Im Koalitionsvertrag wurden damals mit der Einführung der Ökosteuer, dem 100.000-Dächer-Programm (Solarenergie für unsere Dörfer und Städte) und in dessen Folge die Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes, sowie dem Atomausstieg eine Reihe von Kernelementen der Energiewende vereinbart und umgesetzt. Dies führte zu einer schnellen Veränderung des deutschen Strommixes, weg von umweltbelastender Atom- und Kohleenergie hin zu Erneuerbaren Energien. Träger*innen dieser erfolreichen Energiewende waren allerdings nicht die großen vier Energiekonzerne, sondern viel mehr die kleinen, aber erfolgreichen Bürger*innenprojekte von unten und das Engagement vieler Städte und Kommunen. Das sehr gut ausgeklügelte Erneuerbare Energiengesetz aus der rot-grünen Ära trieb den Energiewandel unerwartet schnell voran.

Doch wo stehen wir und unsere Städte, speziell Berlin heute?

Nach der Ablösung der rot-günen Koalition ist die Energiewende in Deutschland wieder zum Erliegen gekommen. Trotz der zunehmenden Erderwärmung und des Klimawandels und ihrer katastrophalen Folgen, dem steigenden Meeresspiegel, den zunehmenden Dürren, Stürmen und Überschwemmungen läßt sich vor allem die Bundesregierung zu lange Zeit, bei der Umsetzung der benötigten Klimaschutzziele. Bis 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Wenn dieses Ziel ernst genommen wird, muss die Energiewende in unseren Städten möglichst schnell voran gebracht werden. Wichtigste Träger*innen der Energiewende sind, neben der Industrie, die Städte, bzw. Kommunen und die Bürger*innen selbst. Aber die Berliner Politik reagiert sehr verhalten, so auch die meisten Berliner*innen und Berliner. Doch es gibt Möglichkeiten...

Für weitere Informationen oder Wünschen zur barrierefreien Teilnahme:

Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage - Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

https://www.bildungswerk-boell.de/de/stadttage

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin