Donnerstag, 16. Oktober 2014

Entführt, erpresst oder verschwunden: Zur Situation von Flüchtlingen auf dem Sinai

Film und Diskussion

Datum, Uhrzeit
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 18.00 Uhr
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Filmvorführung, 18:00 Uhr
"Sound of Torture", ein Film von Keren Shayo, 58:55 min

Podiumsdiskussion, 19:30 Uhr

Im ägyptischen Sinai kommt es seit dem Jahr 2008 vermehrt zu systematischen Entführungen und Lösegelderpressungen von Menschen auf der Flucht. Besonders betroffen sind Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan, die auf ihrem Weg Richtung Israel von Menschenhändlern gekidnappt und verkauft werden. Gehen Verwandte und Freunde in der Diaspora oder in den Herkunftsländern nicht auf die Lösegeldforderungen ein, werden die Entführten häufig weiter verkauft oder getötet.

Mit der Podiumsdiskussion wollen wir gemeinsam auf die Lage auf dem Sinai aufmerksam machen und mögliche Handlungsspielräume von EU-Institutionen und Menschenrechtsorganisationen erörtern.

Hierzu haben wir eingeladen:

  • Meron Estefanos, eritreisch-schwedische Journalistin und Autorin der Studie "The Human Trafficking Cycle. Sinai and Beyond"
  • Maike Harel, Hotline for Refugees and Migrants, Israel
  • Stefanie Ruehl, UNHCR, ehemalige Mitarbeiterin von AMERA Refugee Assistance, Ägypten

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche stattfinden.

Filmvorführung und Podiumsdiskussion können getrennt voneinander besucht werden.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und borderline-europe Menschenrecht ohne Grenzen e.V. Sie wird unterstützt mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.