Geteilte Räume - Strategien für mehr sozialen und territorialen Zusammenhalt

Geteilte Räume - Strategien für mehr sozialen und territorialen Zusammenhalt

Bericht der Fachkommission „Räumliche Ungleichheit“ der Heinrich-Böll-Stiftung

Räumliche Ungleichheit ist zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit geworden. Sowohl in der Wissenschaft als auch in den Medien häufen sich Berichte über das gespaltene Deutschland zwischen boomenden Metropolregionen und peripheren Räumen, die sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Abwärtsspirale von wirtschaftlichem Abschwung, Entleerung und kommunaler Verschuldung befreien können. Bereits heute sind nicht nur weite Teile Ostdeutschlands, sondern zunehmend auch ländliche Regionen und teilweise auch größere Städte Westdeutschlands von ähnlichen, sich gegenseitig verstärkenden Trends betroffen. In den Wachstumsstädten nimmt außerdem die sozialräumliche Polarisierung zwischen Wohlstandsinseln und Armutsquartieren zu. In Deutschland gibt es „stark unterdurchschnittliche Lebensverhältnisse“, und das, obwohl das Versprechen der „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ weiterhin im politischen Raum steht. Die Polarisierung von Einkommen, Vermögen und Wohlstand hat sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland verschärft und schlägt sich räumlich wieder.

Wie kommt es überhaupt dazu?

Wie wirken Treiber wie z.B. wirtschaftliche Dynamik, Bevölkerungswanderungen, Preisexplosionen auf Boden- und Immobilienmärkten, kommunale Verschuldung, Bildungsinfrastrukturen?

Versagen die bestehenden Ausgleichssysteme?

Ab wann ist die Schmerzgrenze zur räumlichen Ausgrenzung, zu eben jenem „Abgehängtsein“ überschritten? Wie kann man in diesem Kontext sozialen Zusammenhalt stärken?

Mit diesen Fragen hat sich die zehnköpfige Fachkommission „Räumliche Ungleichheit“ der Heinrich-Böll-Stiftung auseinandergesetzt – Wissenschaftler/innen in den Bereichen der Raumordnung, der Immobilienökonomie, in der Bildungsforschung und der Stadtsoziologie sowie Planer/innen, Mitarbeiter/innen von Forschungsinstituten oder demokratischen Institutionen oder auch (ehemalige) Politiker/innen. Sie präsentieren „neun Impulse für mehr territorialen Zusammenhalt“ – erstmals integriert sowohl bezogen auf ländlichen Räume als auch auf benachteiligte städtische Quartiere.

Mit:

  • Peter Siller, Leiter der Abteilung Inland, Heinrich-Böll-Stiftung
  • Rainer Danielzyk, Professor für Landesplanung und Raumforschung an der Leibniz-Universität Hannover, Akademie für Raumforschung und Landesplanung
  • Silke Franz, Büro Franz/ Faber, Projektbüro für Raumentwicklung, Politikberatung und Kommunikation
  • Martin Kronauer, Professor i.R. für Gesellschaftswissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
  • Cornelia Lüddemann, MdL, Fraktionsvorsitzende, Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Landtag Sachsen-Anhalt
  • Klaus Habermann-Nieße, Büro Plan zwei, Hannover       
  • Manuel Slupina, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin
  • Annette Quast, Gesellschafterin TOLLERORT. entwickeln und beteiligen, Hamburg                                                                                                                                                                                                                                                                    

Moderation:

Sabine Drewes, Heinrich-Böll-Stiftung

Fachkontakt:
Sabine Drewes, Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung
E drewes@boell.de T 030-285 34-249

Information: 
Andrea Meinecke, Heinrich-Böll-Stiftung,  Programmteam Szenarien für eine ökologische Wende
E meinecke@boell.de T 030-285 34-233

Veranstaltungsort:
Glaskasten im ExRotaprint
Gottschedstr. 4
13357 Berlin

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 07. September 2017 über unser elektronisches Anmeldeformular an.