Studienpräsentation Freitag, 19. Januar 2018 in
Berlin

Gift auf dem Acker? Innovativ geht anders!

Plädoyer für eine giftfreie Landwirtschaft

Datum, Uhrzeit
Fr., 19. Jan. 2018,
10:00  – 14.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Pestizide, Glyphosat, Neonikotinoide? Noch vor wenigen Jahren waren diese Wörter dem Sprachschatz von Fachexperten vorbehalten. Heute sind sie in aller Munde. Sie füllen Schlagzeilen und Leitartikel. Die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sind in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Gerade die Debatte um Glyphosat hat gezeigt, dass ein selbstverständlicher und steigender Einsatz aggressiver Ackergifte auf Dauer keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr findet.

Höchste Zeit also, dass nun eine grundsätzliche gesellschaftliche Debatte um die Frage geführt wird, wie viel Gift wir als Gesellschaft in unserer Landwirtschaft akzeptieren. Wenn Verbrauchererwartungen auf landwirtschaftliche Praxis treffen, müssen beide Seiten lernen. Eine gesellschaftlich akzeptierte Lebensmittelerzeugung, die natürliche Ressourcen im Interesse des Gemeinwohls bewirtschaftet muss wiederum angemessen entlohnt und geachtet werden.

Wie aber kann der Wandel zu einer giftfreien Landwirtschaft aussehen? Welche politischen Instrumente können wir nutzen und welche Weichen müssen nun gestellt werden?

Um die Debatte zu bereichern möchten wir eine von Martin Häusling an diesem Tag veröffentlichte Pestizid-Studie als Grundlage für eine zukunftsgerichtete Diskussion nutzen: In fünf Beiträgen beschreiben die Autor*innen, wie der Jahrtausende währende Normalfall Ökolandbau in wenigen Jahren zu Ausnahme wurde, welche Fehler im System der Gesetzgebung auf europäischer und nationaler Ebene bestehen, welche „Innovationen“ die Pestizid-Industrie vorantreibt und mit welche harten Bandagen dabei Interessen durchgesetzt und verteidigt werden. Das und wie es anders geht, stellen wir zur Aussicht und zur Diskussion – mit den Studienautor*innen und vielen interessanten Gästen.