Lesung und Gespräch Dienstag, 16. Oktober 2018 in
Berlin

Gretchen Dutschke: 1968. Worauf wir stolz sein dürfen.

Lesung und Gespräch, mit Gretchen Dutschke und Eva Quistorp

Gretchen Dutschke. Urheber/in: Lune Dutschke. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Di., 16. Okt. 2018,
20.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
keine
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Μέρος της σειράς
Eine Veranstaltung der Freundinnen und Freunde

Hinweis: Die Veranstaltung ist leider ausgebucht!

»Die drei Jahre zwischen 1966 und 1969 verliefen wie im Rausch, mal strahlend hell, mal im tiefsten Dunkel, euphorisch und verzweifelt, fast wie im Kino. Nur mit dem Unterschied, dass wir keine Zuschauer waren, sondern Akteure, mittendrin. Die Zeit hat uns geprägt, und wir haben die Zeit geprägt. Das gilt bis heute.«

Gretchen Dutschke interpretiert in ihrem aktuellen Buch „1968. Worauf wir stolz sein dürfen“ die kurze Geschichte der 68er als eine antiautoritäre Kulturrevolution, in deren Folge sich die Entwicklung hin zu einer offenen, demokratischen und toleranten Gesellschaft in der Bundesrepublik vollzog – gegen alle Widerstände abweichender Interpretationen infolge der Ereignisse, die zum sogenannten Deutschen Herbst führten. Das Buch, aus dem wir an diesem Abend hören werden, liest sich für diejenigen, die sich aus eigener Erfahrung an die Bewegung der 68er erinnern, wie ein aufschlussreiches Kaleidoskop des Geschehenen. Für die Nachgeborenen verzeichnet es die Errungenschaften dieser Kulturrevolte in Deutschland als Narrativ deutscher Nachkriegsgeschichte, vermittelt aus einer Perspektive distanzierter Beobachtung und aktiver Teilnahme.

Eine Kooperation der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Deutschen Theater. Im Saal des Deutschen Theaters, Schumannstr. 13, 10117 Berlin. Direkt gegenüber der Heinrich-Böll-Stiftung.

Mit: Gretchen Dutschke-Klotz und Eva Quistorp.

Die Beteiligten:

Gretchen Dutschke, geboren am 3. März 1942 in Oak Park, Illinois, ging 1964 zum Studium der Theologie nach Deutschland, wo sie in Westberlin Rudi Dutschke kennenlernte. 1966 heirateten sie. Nach dem Attentat am 11. April 1968, das Rudi Dutschke schwer verletzt überlebte, begann für die Familie eine jahrelange Odyssee durch verschiedene europäische Länder. 1971, ausgewiesen aus Großbritannien, ließ sie sich in Dänemark nieder, wo Gretchen Dutschke Seminare an der theologischen Fakultät der Universität Aarhus anbot. Am 24. Dezember 1979 starb Rudi Dutschke nach einem epileptischen Anfall, späte Folge des Attentats. Das dritte Kind des Paares wurde erst nach dem Tod Dutschkes geboren. 1985 ging Gretchen Dutschke in die USA zurück, kehrte aber 2009 wieder zurück nach Deutschland. Sie lebt in Berlin und kümmert sich um das Erbe ihres Mannes.

Eva Quistorp, ebenfalls evangelische Theologin, kennt Gretchen Dutschke aus gemeinsamen Studien- und Protesttagen. Die beiden Frauen sind bis heute befreundet. Quistorp ist Mitbegründerin der Grünen und der Heinrich-Böll-Stiftung, Mitbegründerin und Aktivistin in der deutschen Friedens-, Frauen und Umweltbewegung und ehemalige Europa-Abgeordnete der Grünen.

Ein wunderbares Interview mit Eva Quistorp, betitelt „Die Seele der Grünen“, lesen Sie hier. 

Mehr zum Buch: https://kursbuch.online/shop/gretchen-dutschke-1968-worauf-wir-stolz-sein-duerfen/

Information: Ulrike Cichon, T 030 28534-112, E cichon@boell.de