Hannah Arendt Preis für politisches Denken 2017

Hannah Arendt Preis für politisches Denken 2017

Verleihung an Étienne Balibar

Étienne Balibar hat, wie die Juryvorsitzende Prof. Antonia Grunenberg hervorhebt, „in seinen Büchern und im öffentlichen Auftreten ein intervenierendes Denken in der Tradition Hannah Arendts gepflegt. Seine Beiträge haben sich weit über den akademischen Diskurs hinaus an die republikanische Öffentlichkeit gerichtet.“

Étienne Balibar studierte an der Ecole normale supérieure (ENS). Er war Schüler und Mitarbeiter des Philosophen Louis Althusser. Bis 2002 lehrte er politische Philosophie und Moralphilosophie an der Universität von Paris-Nanterre. Inzwischen emeritierter Professor, lehrt er seit den 1990er Jahren auch an mehreren Universitäten der USA. Zurzeit ist Balibar Gastprofessor an der Columbia University in New York für französische und vergleichende Literatur.
 

Begrüßung:

  • Antonia Grunenberg, Verein Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.

Begründung der Preisvergabe:

  • Thomas Alkemeyer, Jury Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.
  • Für die Preisgeber:
  • Joachim Lohse für die Freie Hansestadt Bremen
  • Peter Siller für die Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

 

  • Vortrag: Étienne Balibar
  • Laudatio: Vlasta Jalušič, Peace Institute - Institute for Contemporary Social and Political Studies, Ljubljana, Slovenia
  • Preisübergabe

Sektempfang im Rathaus

 

Veranstaltungsort:
Rathaus Bremen
Obere Rathaushalle
Am Markt 21
28195 Bremen

Der Eintritt ist frei.
Aus Sicherheitsgründen bitten wir um Anmeldung: ruedel.boell@arcor.de

Bitte keine großen Taschen und Rucksäcke mitbringen!

Veranstalter

  • Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.
  • Heinrich-Böll-Stiftung Bremen
  • Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
  • Senat der Freien Hansestadt Bremen
  • in Kooperation mit dem Institut Français Bremen

Mehr Informationen zum Hannah-Arendt-Preis

 

Veranstaltungshinweis

Kolloquium mit Étienne Balibar „Europa – Chaos und Pluralität“

Zeit: Samstag, den 2. Dezember 2017 um 11.00 Uhr
Ort: Institut Français, Contrescarpe 19, 28203 Bremen
Eintritt frei, keine Anmeldung nötig

Ist das Projekt eines geeinten und pluralen Europas angesichts des „Versagens der europäischen Flüchtlingspolitik“ und des Wiedererstarkens populistischer Tendenzen gescheitert? Befindet Europa sich nicht nur in einer Krise, sondern in einem Zustand des Chaos?  

Étienne Balibar unternimmt in immer wieder neuen Anläufen den Versuch, die Bedingungen für die Herausbildung eines anderen, pluralen und demokratischen Europas sichtbar zu machen. In seinem Buch „Europa: Krise und Ende?“ analysiert Balibar z. B. nicht nur den Schwund politischen Handelns, sondern arbeitet heraus, wie es Europa gelingen kann, wieder die Gestalt eines „politischen Projekts“ anzunehmen.

Doch wie ist ein erweitertes und plurales Selbstverständnis Europas in der heutigen Situation politisch zu realisieren? Wie lässt sich der höchst heterogene und komplexe europäische Raum überhaupt (neu) bestimmen? Und wie entgeht man, aus der Perspektive Arendts gefragt, hierbei der Gefahr, ein wie auch immer geartetes „Europa-Ideal“ zu formulieren?

Diskussion mit: Étienne Balibar, Vlasta Jalušič, Piotr Buras und Martin Nonhoff  
Gesprächsleitung: Antonia Grunenberg

 

Kontakt:
Peter Rüdel
Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen
Fon: 0171-7495 771
E ruedel.boell@arcor.de
www.boell-bremen.de

Michael Stognienko
Heinrich-Böll-Stiftung
Projektmanager Gesellschaftspolitik
stognienko@boell.de