Podiumsdiskussion
- Montag, 08. September 2014 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Iran zwischen Aufbruch und Stillstand
Zwischenbilanz und Ausblick nach einem Jahr unter Präsident Hassan Rohani
Am 3. August 2013 trat der als gemäßigt moderat geltende Hassan Rohani sein Amt als neuer Präsident des Iran an. Hiermit wurde ein Wandel in der iranischen Politik eingeleitet. Nach acht polarisierenden Jahren unter seinem Vorgänger Ahmadinedschad, erhoffte sich sowohl die iranische Bevölkerung als auch die internationale Gemeinschaft einen politischen Neuanfang von Präsident Rohani. Dies betrifft vor allem den Nuklearkonflikt und die damit verbundenen internationalen Sanktionen, die Öffnung des Landes nach außen und die Belebung der heimischen Wirtschaft - genauso wie die Umsetzung von innenpolitischen Reformen in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit.
Ein gutes Jahr nach Rohanis Amtsantritt zeigt sich ein gemischtes Bild. Während der Iran im Nuklearkonflikt einen Kurswechsel vollzog und ein Abkommen zur Lösung des Konflikts anstrebt, kommt die Regierung ihren innenpolitischen Reformversprechen kaum nach. Während sich die wirtschaftliche Situation des Landes zwar etwas stabilisierte, kommt es weiterhin zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, die Meinungs- und Pressefreiheit bleibt eingeschränkt und die Zahl der Hinrichtungen stieg in Rohanis Amtszeit sogar an.
Vor diesem Hintergrund möchten wir mit Iran-Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die aktuellen Entwicklungen in Iran diskutieren und Perspektiven für die kommenden Jahre unter Rohani erörtern. Inwiefern hat sich die Situation der iranischen Zivilgesellschaft im letzten Jahr konkret verändert? Welche neuen Spielräume gibt es? Wurde die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen gestärkt?
Welche innenpolitischen Reformen sind von Rohani in den nächsten Jahren noch zu erwarten? Welche innen- und außenpolitischen Folgen würde ein erfolgreiches Abkommen zur Beilegung des Nuklearkonflikts haben? Wie sind die Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Beziehungen zwischen Iran und dem Westen einzuschätzen und welche Konsequenzen hätte eine stärkere Öffnung nach außen für die Legitimation und den Bestand des iranischen Regimes?
Mit:
- Bahman Nirumand (Autor und Journalist)
- Adnan Tabatabai (Politischer Analyst und Wissenschaftler)
- Parastou Forouhar (Künstlerin)
Moderation: Amin Farzanefar
Veranstaltungsort:
Katholische Akademie in Berlin / Tagungszentrum Hotel Aquino
Hannoversche Str. 5
10115 Berlin
Information:
Bauke Baumann
Referent Nahost & Nordafrika
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail baumann@boell.de
Telefon +49(0)285 34 -321
Mehr zum Thema finden Sie in unserem monatlich erscheinenden Iran-Report:
- zum kostenlosen Download Iran-Report 09/2014
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- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin