Vortrag Montag, 13. April 2015 in
Berlin

Ist Analog das neue Bio?

Nachdenken über die Digitalisierung der Lebensformen

Datum, Uhrzeit
Montag, 13. April 2015, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Teil der Reihe
Konkrete Utopien

Soviel steht fest: Die digitale Revolution hat auf ganzer Linie gesiegt; bis in die letzte Faser durchdringen ihre Errungenschaften das Gewebe unseres Alltags. Allerdings ahnen wir spätestens seit den Enthüllungen Edward Snowdens, dass die digitale Moderne auch Probleme erzeugt: von der totalen Überwachung des Einzelnen durch Geheimdienste und Unternehmen über Cybermobbing bis zum Phänomen des Shitstorms. 

Als Reaktion darauf meiden immer mehr Menschen die Neuen Medien. Sie nutzen kein Smartphone, sie schreiben keine Emails mehr sondern Briefe, zahlen bar statt mit der Kreditkarte, löschen den Facebook-Account und treffen Freunde im Café. Der Politikwissenschaftler Andre Wilkens analysiert für uns die neue Sehnsucht nach dem Analogen.
 

Andre Wilkens wurde 1963 in Ostberlin geboren. Der studierte Politikwissenschaftler hat viele Jahre in Brüssel, London, Turin und Genf gelebt und dort für die EU, Stiftungen und die UNO gearbeitet. Nach fast 20 Jahren ist er nach Berlin zurückgekehrt, wo er mit seiner deutsch-englischen Familie lebt und für eine Stiftung arbeitet. Sein Buch „Analog ist das neue Bio“ ist am 9. März 2015 im Metrolit-Verlag erschienen.
 

Mit:

  • Andre Wilkens, Autor des Buches "Analog ist das neue Bio" 
  • Michael Knoll, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Berlin
  • Moderation: Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin


Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

 

Audiomitschnitt der Veranstaltung:

Über die Reihe:
Lange Zeit stand der Utopiebegriff für eine zukünftige Tröstung, für eine Art  vorwärtsgewandtes Heimweh. Während der letzten Jahrzehnte ist „Utopie“ mehr und mehr zu einem spöttischen Schlagwort für sozialromantische Vorstellungen geworden. Hier setzt die Reihe „Was du nicht siehst. Konkrete Utopien“ an. Wir betrachten Techniken, Ideen und soziale Praxen, die sich noch im Larvenstadium befinden, die aber das Gesicht der Welt radikal verändern könnten.
 

Information: 
Stephan Depping
Heinrich-Böll-Stiftung
depping@boell.de
Telefon 030-285 34 223