L(i)eben ohne Furcht?

L(i)eben ohne Furcht?

Fluchtgrund: Sexuelle Orientierung
Creator: Pixabay.com / Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. Creative Commons License LogoThis image is licensed under Creative Commons License.

Für viele Geflüchtete sind Krieg, Verfolgung und Not Gründe zur Flucht. Doch gibt es auch Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität zur Flucht gezwungen sind. Oftmals werden gerade Schwule, Lesben und Transmenschen in ihren Heimatländern diskriminiert, verfolgt und unterdrückt - mit gravierenden Folgen für ihre Selbstbestimmung und Freiheit. Im Jahr 2017 gibt es weltweit 76 Länder, in denen Homosexualität unter Strafe steht: von Geld- über Haftstrafen bis hin zur Verhängung der Todesstrafe. Auch in Staaten, in denen sexuelle Orientierung zwar nicht explizit gesetzlich unter Strafe steht, durchaus aber gesellschaftlich oder kulturell geächtet wird – wie z.B. in Russland – finden Übergriffe gegen Homosexuelle statt.

In Teilen der deutschen Verwaltung und Politik wird nach wie vor wenig Verständnis und politische Sensibilität für das Schicksal jener Geflüchteten aufgebracht. Zudem fehlt es an geeigneten Schutzmaßnahmen in den hiesigen Unterkünften. Mit Barbara Wessel sprechen wir über die Situation der lesbischen, schwulen und transsexuellen Geflüchteten in Asylverfahren. Welche Mittel gibt es bereits zu ihrem Schutz, und welche Strukturen müssten geschaffen werden? 

Barbara Wessel arbeitet als Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Flüchtlings- und Migrations- sowie Familienrecht in Berlin. Bei familienrechtlichen Fragestellungen nimmt die Beratung binationaler, gleichgeschlechtlicher Paare einen besonderen Schwerpunkt ein.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan des Landkreises Teltow-Fläming statt.

Anmeldung: Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter anmeldung@boell-brandenburg.de wird zu Planungszwecken gebeten.

Veranstaltungsort:
Wohngemeinschaft WG-GO 19
Gottower Straße 19
14943 Luckenwalde

Veranstaltungsdatum:
05.09.2017
19 Uhr

Die Facebookveranstaltung finden Sie hier.

Informationen und Kontakt:
Birte Kaspers
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.
Tel.: 0331 2005780
kaspers@boell-brandenburg.de
www.boell-brandenburg.de

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „CUCHA - Cultural Challenges. Fairness und Verantwortung für unsere Kommunen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert.