Monopoly in Afrika?

Monopoly in Afrika?

Investitionen und nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent
Creator: Johannes Ossey. Creative Commons License LogoThis image is licensed under Creative Commons License.

Im Rahmen der G20 Präsidentschaft steht Afrika 2017 ungewohnt prominent auf der Agenda der Bundesregierung. Der „Marshallplan mit Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der „Compact mit Afrika“ des Bundesfinanzministeriums und die Initiative "Pro! Afrika" des Bundeswirtschaftsministeriums versprechen, den Nachbarkontinent bei der Entwicklung von Wachstumspotentialen zu unterstützen. Investitionspolitik steht dabei – neben Migrationsmanagement – im Fokus.

Die deutschen Initiativen folgen der von den G20 und internationalen Finanzorganisationen vertretenen liberalen Doktrin: Afrikanische Staaten sollen einerseits Staatsausgaben drosseln, andererseits sollen Infrastrukturprojekte Wirtschaftswachstum und neuen Arbeitsplätze fördern. Rechts- und Planungssicherheit für Investoren sollen Infrastrukturprojekte attraktiver zu machen. Dabei stellen bereits viele Investitionsabkommen die Liberalisierung der Investitionsregeln und den Schutz von Anlegerinteressen über Belange des Gemeinwohls.

Welche Investitionsregeln und welche Arten von Investitionen sind wünschenswert? Wo entstehen nachhaltig mehr Arbeitsplätze zu würdevollen Arbeitsbedingungen? Wie steht es um die Kohärenz zwischen Wirtschafts-/Handelspolitiken und Entwicklungspolitik? Welche Ansätze tragen zu einer sozial-ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung bei?

In einer internationalen Konferenz diskutieren wir diese und weitere Fragen mit Ökonom/innen, Akteur/innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft verschiedener afrikanischer Länder sowie Vertreter/innen aus der deutschen Politik und Wirtschaft.

Mit:

  • Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland
  • Dr. Carlos Lopes, Professor an der Graduate School of Development Policy and Practice, University of Cape Town; ehem. Geschäftsführer der Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA)
  • Nancy Alexander, Programmdirektorin Economic Governance und G20, Heinrich-Böll-Stiftung, USA
  • Ikal Angelei, Friends of Lake Turkana, Kenia
  • Martin Tsounkeu, Vorsitzender, Africa Develoopment Interchange Network (ADIN), Kamerun
  • Uwe Kekeritz, MdB, Sprecher für Entwicklungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/die Grünen, Deutschland
  • Dr. Ludger Schuknecht, Chefökonom und Abteilungsleiter im Bundesfinanzministerium, Deutschland
  • Dr. David Ndii, Geschäftsführer, Africa Economics, Kenia
  • Uzo Egbuche, Beraterin, Nigerian Economic Summit Group, Nigeria
  • Mthunzi Mdwaba, Geschäftsführer von TZoro IBC; Business 20 (B20) Vertreter für die Südafrikanische Wirtschaft; Mitglied des governing body der ILO, Mitglied des management boards der IOE, Südafrika
  • Dr. Frithjof Schmidt, MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/die Grünen, Deutschland
  • Dr. Stefan Mair, Geschäftsführung, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Deutschland
  • Georg Schmidt, Subsahara-Afrika-Beauftragter des Auswärtigen Amtes, Deutschland

 

Hinweis: Die Abendveranstaltung am 30. Mai, 19.00 - 21.00 Uhr, wird als Livestream übertragen.

 

Kontakt
Nicola Egelhof
Heinrich-Böll-Stiftung
E egelhof@boell.de