Podiumsdiskussion Freitag, 19. Oktober 2018 in
Berlin

„My nuclear button is bigger than yours“

Eine feministische Kritik der Atombombe

Protestaktion: USA versus Nordkorea. Urheber/in: ippnw Deutschland. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Fr., 19. Okt. 2018,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Englisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Livestream
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Als der nordkoreanische Vorsitzende Kim Jong-un Anfang 2018 drohte, auf seinem Schreibtisch stünde immer ein Atomwaffenknopf, twitterte US Präsident Donald Trump erbost: „Mein Knopf ist größer und mächtiger und funktioniert!“ Was als unfreiwillige Parodie männlichen Dominanzgebarens begann, steigerte sich bald in eine handfeste geopolitische Krise, an deren Spitze Trump drohte, Nordkorea „vollständig zu zerstören“.

Wie nukleare Drohungen, nukleare Aufrüstung und gewisse Formen militanter Außenpolitik mit männlichen Rollenbildern korrelieren, analysiert an diesem Abend die kanadische Verteidigungs- und Abrüstungsexpertin Ray Acheson von der Women‘s International League for Peace and Freedom in ihrer Key-Note-Speech.

Anschließend diskutieren Ray Acheson, Kristina Lunz des Centre for Feminist Foreign Policy, Omid Nouripour, MdB (Bündnis 90/ Die Grünen), sowie Dr. Ines Kappert, Leiterin des Gunda-Werner Instituts, wie sich tradierte Geschlechterrollen generell auf Frieden und Sicherheit auswirken und welche Fehlentwicklungen - etwa in der Rüstungspolitik - auch auf die Tatsache zurückzuführen sind, dass Frauen in nationalen und internationalen Gremien der Außen- und Sicherheitspolitik nach wie vor stark unterrepräsentiert sind.

Die Expert/innen fokussieren sich dabei auf Schweden und Kanada, die sich für ein neues Sicherheitsverständnis starkmachen und Feminismus als integralen Bestandteil ihrer Außenpolitik begreifen.

Was heißt feministische Außen- und Sicherheitspolitik? Wie würde Atomwaffenpolitik aus feministischer Perspektive aussehen? Welche Impulse gibt die feministische Perspektive dem stagnierenden Abrüstungsdiskurs?

Und welche konkreten Schritte sollte Deutschland als nicht-ständiges Mitglied im UN Sicherheitsrat ab 2019 zur Förderung der UN Resolution 1325 („Frauen, Frieden und Sicherheit“) vornehmen?

Diskussion mit:

Moderation: Giorgio Franceschini, Referent Außen- und Sicherheitspolitik, Heinrich-Böll-Stiftung

Weitere Informationen:

Simultanübersetzung Englisch-Deutsch

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der International Campaign to Abolish Nucelar Weapons, ICAN Deutschland statt.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

 

Kontakt:

Caroline Schroeder
Referat Außen- und Sicherheitspolitik
schroeder@boell.de