Filmvorführung Donnerstag, 05. April 2018 in
Berlin

My Two Polish Loves

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

Datum, Uhrzeit
Donnerstag, 05. April 2018, 19.00 Uhr – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Der Dokumentarfilm "My Two Polish Loves" geht der Frage nach, wie Erinnerungen an den Holocaust und Krieg von Frauen erlebt, erzählt und durch Jahrzehnte und Generationen weitergegeben werden.

Es wird beschrieben wie Tali in der polnischen Stadt Lodz ihren persönlichen Wurzeln und der damit verknüpften Geschichte nachgeht. Dabei wird sie von ihrer in Polen aufgewachsenen Partnerin Magda begleitet, die beginnt, die Reise zu filmen, und von den Erinnerungen ihrer verstorbenen Großmutter Silvia, die in Lodz den Holocaust überlebte. Während Tali und Magda auf der Suche nach lang vergessenen Straßennamen die Straßen von Lodz durchwandern, das Ghetto besuchen, in dem Silvia ihre Jugend verbracht hat, und versuchen, einen fast verschütteten Grabstein zu finden, entdecken die beiden Frauen überraschende Übereinstimmungen in ihrem polnischen Erbe.

Der Film wirft dabei verschiedene Fragen auf: Werden sich zukünftige Generationen noch für die Geschichte des Holocaust interessieren, wenn es keine direkten Zeug*innen mehr gibt? Wie wichtig ist eine physisch erfahrbare Erinnerung? Was ist die Rolle der dritten Generation?

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The documentary "My Two Polish Loves" discusses the dealing with Holocaust and war memories by women and how these memories are experienced, how they are told and passed down by women from generation to generation.

The film tells the story of Tali following up her family’s roots and collective history in the Polish city Lodz, where she is accompanied by her two Polish loves: Her Polish-German lover Magda, who begins filming the trip, and the memories of her deceased grandmother Silvia. As Tali and Magda wander the streets of Lodz looking for long-forgotten street names, visit the ghetto where Silvia spent her youth, and search for a nearly buried tombstone, the two women discover surprising similarities in their shared Polish heritage.

Thereby different questions are raised: Will future generations be interested in the history of the Holocaust if there are no longer any direct witnesses? How important is physical memory? And what is the role of the third generation?


Regie: Tali Tiller
2017, 49 min
OmU (Englisch, Hebräisch, Polnisch mit deutschen Untertiteln)

Im Anschluss ein Gespräch mit der Filmemacherin Tali Tiller.

Trailer und Website: https://www.talitiller.net/de/my-two-polish-loves

Dieser Film ist Teil einer Filmreihe, in der aus ganz unterschiedlichen Perspektiven die Erfahrungen von Frauen mit Migration, Flucht und Vertreibung in Europa thematisiert werden.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.