Null Müll – eine Vision für Kommunen?

Null Müll – eine Vision für Kommunen?

Gibt es in Zukunft eigentlich noch Müll? Nicht, wenn es nach den (Fahr-)Plänen der EU-Kommission geht. Im „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ heißt es: „Spätestens 2020 wird Abfall als Ressource bewirtschaftet.“ Die Zeitschrift „MüllMagazin“ hat sich in „ReSource“ umbenannt. Eine wachsende Anzahl von Kommunen in Europa verpflichtet sich dem Ziel „Zero Waste“, andere haben sich unter dem Motto „Cradle-to–cradle“ auf den Weg in die Kreislaufwirtschaft gemacht. In Erwartung stetig steigender Rohstoffpreise wird die „Stadt als Rohstoffquelle“ entdeckt.

Das ist zunächst noch Theorie, Zukunftsmusik. Die Realität: Pro Bundesbürger fällt heute eine Müllmenge von 500 kg pro Kopf und Jahr an. Die Recyclingraten sind in Deutschland offiziell hoch, aber große Mengen des getrennt eingesammelten Mülls wandern in die Verbrennung. Es gibt auch Stimmen aus der Abfallwirtschaft, die „Null Müll“ für eine Illusion halten.

Die regenerative Stadt als Leitbild stellt ebenfalls Rohstoff- und Energiekreisläufe ins Zentrum der Stadtentwicklung. Rohstoffe sollen wiederverwendet werden, die Produkte möglichst so designed, dass gar nicht erst Abfall anfällt. Wie soll das gehen? Können die Visionen von „Zero Waste“ bzw. „Cradle-to-cradle“ auch der kommunalen Abfallwirtschaft in Deutschland Impulse geben? Gibt es neue Ideen zur Müllvermeidung?  Welche Initiativen ergreifen Kommunen für besseres Recycling und Wiederverwendung von Produkten? Haben Städte eine eigene Rohstoffstrategie?

 

Eine Kooperation mit: World Future Council (WFC) und Zero Waste Europe

 

Fachkontakt:
Sabine Drewes
Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung
T 030- 28534-249
E drewes@boell.de

 

Information:       
Zoha Aghamehdi
Referat Kommunalpolitik und Stadtentwicklung
T 030-28534-253
E aghamehdi@boell.de